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Freitag, 2002-10-18

Milde Strafe für "Rocky"

Graciano Rocchigiani bald wieder auf freiem Fuß?

Der ehemalige Boxweltmeister Graciano Rocchigiani ist am Donnerstag vom Berliner Amtsgericht in Tiergarten zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dem 38-Jährigen wurde vorgeworfen, am 16. Dezember des letzten Jahres in Berlin Steglitz mit 2,2 Promille im Blut einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen zu haben.
Rocchigiani, dem nach seiner Schadensersatzklage gegen das World Boxing Council gerade erst vor einigen Wochen von einem New Yorker Distrikt-Gericht 31 Millionen US-Dollar zugesprochen wurden, muss dem damals an der Nase verletzten Polizeibeamten 1.500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Derzeit sitzt er in Berlin Tegel ein und verbüßt dort eine einjährige Gefängnisstrafe wegen Fahrens ohne Führerschein.
Während des Prozesses zeigte sich der ehemalige Welt- und Europameister einsichtig und entschuldigte sich noch einmal bei dem Streifenbeamten. "Ich bin mit früheren Boxerkollegen in eine Diskothek gefahren und dann war Filmriss", so der Angeklagte. Offenbar war er danach in seinem Rausch in einem fremden Wagen eingeschlafen. Nachdem die Besitzerin bemerkt hatte, dass ein Fremder in ihrem Wagen saß, alarmierte sie die Polizei. Eigentlich wollte man Rocchigiani nach Hause bringen, "doch dann kam es zum Streit", so der Beamte über die Geschehnisse des letzten Jahres. "Dann flog eine Faust", so der Betroffene weiter.
Unterdessen ist der Anwalt des Boxprofis zuversichtlich, dass Graciano Rocchigiani bald aus der Haft entlassen wird. Die restlichen Monate aus der derzeitigen Haftstrafe werden voraussichtlich zur Bewährung ausgesetzt. Ob es dann ein Comeback des Boxers gibt, ist bisher noch offen.