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Mittwoch, 2002-09-11

Michalczewski für Polen

Dariusz Michalczewski kehrt Deutschland den Rücken

Wenn am Samstag der WBO-Champ im Halbschwergewicht Dariusz Michalczewski zu seiner Titelverteidigung gegen den Jamaikaner Richard Hall in den Ring steigen wird, wird vor dem Kampf erstmals die polnische Nationalhymne erklingen und die polnische Nationalflagge zu sehen sein. Dies äußerte der 34-Jährige am Samstag in der Sendung "Das aktuelle Sportstudio" im ZDF gegenüber Moderator Michael Steinbrecher am vergangenen Samstag.
Der "Tiger", so der Kampfname von Michalczewski, besitzt den deutschen und den polnischen Pass und machte vor 14 Jahren Hamburg zu seiner Wahlheimat. Den größten Teil des Jahres verbringt der Halbschwergewichtler in seiner polnischen Heimatstadt Danzig, wo er eine Pubkette eröffnet hat und seine Steuern bezahlt.
"Ich bin ein Pole, da bin ich groß geworden und habe dort boxen gelernt. Ich glaube, dass ich als polnischer Bürger, der mehrheitlich in Danzig lebt und in Hamburg bei Universum Box Promotion trainiert, eine Verpflichtung gegenüber meiner Heimat habe, die ich jetzt auch einlösen werde", begründete Michalczewski im ZDF seine Entscheidung.
Seine Zukunft nach der Beendigung seiner aktiven Laufbahn sehe er sowieso in seinem Heimatland. Dort wolle er den Beitritt Polens zur Europäischen Union "aktiv und konsequent" unterstützen. Seit 1994 ist Michalczewski Weltmeister im Weltverband WBO, hat seinen Titel 21-mal verteidigt und ist in 46 Kämpfen ungeschlagen. 36-mal gewann er seine Ringduelle vorzeitig.
Immer wieder ärgerte sich der gebürtige Pole über das mangelnde Interesse und die fehlende Anerkennung der deutschen Öffentlichkeit für seine sportlichen Erfolge. Dies zeigte sich regelmäßig in den geringeren Einschaltquoten gegenüber den Kämpfen von Henry Maske, Graciano Rocchigiani und Axel Schulz, wenn damals SAT1 die Kämpfe von Michalczewski übertrug.