Deutsch English
20.01.2017
Top-Thema

Härtel und Bunn: Gegner fix!

Sauerland-Boxer im Länderkampf "Deutschland vs. Polen" am 21. Januar!

Zeuge boxt am 18. März!

WBA-Weltmeister bereitet sich auf erste Titelverteidigung vor

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Freitag, 2007-01-26

Mads Larsen bei Sauerland

Spektakuläre Neuverpflichtung bei Team Sauerland: Ab sofort wird "Golden Boy" Mads Larsen für den Berliner Boxstall in den Ring steigen. Deutschen Fans dürfte der 33-jährige Däne noch in guter Erinnerung sein. Im September 2003 besiegte ihn IBF- und WBA-Champion Sven Ottke in einem spannenden Gefecht nur hauchdünn nach Punkten. "Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ulli Wegner und Team Sauerland", sagte der Supermittelgewichtler nach der Vertragsunterzeichnung. "Unter diesen professionellen Bedingungen will ich noch einmal angreifen."
Larsen steht am Ende einer langen Leidenszeit. Nach der unglücklichen Niederlage gegen Ottke – lediglich die zweite in 47 Kämpfen (37 KOs) - besiegte er einen Monat später Danilo Häussler im Kampf um die Europameisterschaft. Danach ging es steil bergab - erst schleppte er sich monatelang mit einer Schulterverletzung herum, dann verhinderte ein schier ewig währender Rechtsstreit mit Manager Mogens Palle eine Rückkehr in den Ring. Knapp drei Jahre später ist es so weit: "Endlich ist alles geklärt und ich kann wieder kämpfen", freut sich Larsen, "ich habe mir mehrere Boxställe angeschaut, doch Sauerland hat mir von allen am besten gefallen. Jetzt brauche ich nur wieder Wettkampfpraxis." Im März oder April soll der erste Kampf stattfinden.

Hagen Doering, Mads Larsen und Chris Meyer bei der Vertragsunterzeichnung.

Sauerland-Geschäftsführer Chris Meyer sieht Larsens Entscheidung als Bestätigung für den ausgezeichneten Ruf, den die Berliner international genießen. "Wenn sich ein Weltklasse-Mann wie Larsen für uns entscheidet, macht uns das sehr stolz. Es zeigt, wie hoch unser Ansehen in Fachkreisen ist. Wir freuen uns auf die Aufgabe, ihn zurück in die Weltspitze zu bringen." Vor dem Kampf von Markus Beyer in Kopenhagen im vergangenen Oktober hat Meyer den einstigen Stallgefährten von Mikkel Kessler zufällig getroffen: "Wir tranken einen Kaffee und fanden schnell eine gemeinsame Ebene".
So schnell wie möglich will Larsen nun nach Berlin ziehen, um sich im Kreise seiner neuen Kollegen zu akklimatisieren. Ganz besonders freut er sich auf die Zusammenarbeit mit Ulli Wegner. "Er ist ein toller Trainer. Ich kenne ihn noch von dem Ottke-Kampf. Von ihm kann ich noch viel lernen", ist sich der Ex-Europameister sicher. Sein neuer Coach freut sich über das Vertrauen: "Mads ist ein Klasse-Boxer und hat sein Potential schon oft unter Beweis gestellt. Er hat seine beste Zeit noch vor sich. Toll, dass er sich für uns entschieden hat."

Das Trio im Max-Schmeling-Gym.
Behutsam will Wegner Larsen zurück nach oben führen. "Ich habe die ganze Zeit trainiert und bin körperlich in einer ausgezeichneten Verfassung", sagt Larsen, "nun geht es wieder ins Sparring. Mal gucken, wie lange es dauert, bis ich reif für einen Titelkampf bin."