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Samstag, 2002-11-02

Lorch sieht seine Chance

Der Leichtschwergewichtler Uwe Lorch gibt sich vor dem Kampf um die Deutsche Meisterschaft zurückhaltend

Während sich der Deutsche Meister Rüdiger May mittlerweile mit WBO-Weltmeister Johnny Nelson in Großbritannien auf seine Titelverteidigung in Nürnberg vorbereitet, beginnt parallel natürlich auch für seinen Herausforderer Uwe Lorch die heiße Trainingsphase vor dem Kampf.
Der saarländische Boxer, der gerade seinen 36. Geburtstag feierte, gibt sich vor dem Aufeinandertreffen am 16. November gegen Rüdiger May allerdings eher bescheiden, auch wenn seine Vorbereitung wohl sehr gut verläuft. Ein besonderes oder anderes Training gibt es auch vor dem Ringgefecht mit dem 27-jährigen Deutschen Meister nicht.
Auch wie der Saarländer im Falle eines Sieges weitermachen würde, will der Leichtschwergewichtler erst nach dem Kampf beantworten. Zunächst konzentriert er sich einzig und allein auf den Kontrahenten aus dem Sauerland-Team, der ihn in der ARENA Nürnberg gegenüberstehen wird.
Herr Lorch, Rüdiger May hat bisher eine sehr positive Kampfbilanz, außerdem hat er mehr Profikämpfe als Sie. Ist der Titelverteidiger deshalb favorisiert?
Uwe Lorch: "Ja, aufgrund seiner Erfahrung steigt er als Favorit in den Ring. Aber es ist alles möglich."
Denken Sie, dass viele Kritiker Sie bisher unterschätzt haben? Schließlich waren Sie im Jahr 2000 nach einem Sieg gegen Eric Kaes schon Internationaler Deutscher Meister...
Uwe Lorch: "Ich wurde vielleicht nicht unterschätzt, sondern nicht wahrgenommen. Denn als Saarländer sitzt man weit weg vom Schuss."
Welche Schwächen konnten Sie im Vorfeld bei Rüdiger May ausmachen und wie wollen Sie ihn bezwingen?
Uwe Lorch: "Er ist ein hervorragender Boxer, wie auch sein Bruder zu aktiver Zeit ein Ausnahmeboxer war. Auf ein Distanzgefecht sollte ich mich somit nicht einlassen."
Gegen wen wollen Sie unbedingt noch einmal in Ihrem Leben boxen?
Uwe Lorch: "Jose Maria Guerriero, gegen den ich 1999 in Madrid boxte. Ich musste bis auf 73 kg abkochen und dies nur wenige Stunden vor dem Kampf. Ich verlor umstritten nach Punkten."
Können Sie sich vorstellen, später einmal im Schwergewicht zu boxen?
Uwe Lorch: "Nein, aber als ich Mittelgewichtler war, hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich mal im Leichtschwergewicht boxe. Damit ist aber das Ende der Fahnenstange erreicht."