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Montag, 2008-03-24

Licina freut sich auf Kiel

Cruisergewichtler will seine Kampfbilanz am 29. März weiter verbessern

Als Enad Licina im September 2005 in Prag in seinem vierten Kampf gegen den Polen Aleksy Kuziemski die erste Niederlage seiner Profilaufbahn kassierte, schien seine Karriere unter keinem guten Stern zu stehen. Doch nachdem der Cruisergewichtler Anfang letzten Jahres ins Sauerland-Team wechselte, geht es mit ihm steil bergauf. Inzwischen baute er seinen Kampfrekord als Berufsboxer auf zwölf Erfolge aus 13 Fights aus. Am 29. März soll in Kiel der nächste Sieg folgen.

Im Januar bezwang Enad Licina in Berlin Lubos Suda (Foto: Photo Wende)
Sein Gegner wird in der Sparkassen-Arena der 26-jährige Kendrick Releford sein. Die Bilanz des Amerikaners ist vor dem auf acht Runden angesetzten Aufeinandertreffen mit 15 Siegen und zwei Unentschieden aus 27 Profifights positiv. Obwohl der Kampfrekord des Kontrahenten aus Fort Worth im US-Bundesstaat Texas auch einige Niederlagen ausweist, nimmt der 28-jährige Licina, der von Manfred Wolke trainiert wird, seinen Widersacher keinesfalls auf die leichte Schulter.
"Releford unterlag seinen Gegnern fast ausschließlich, wenn er im Schwergewicht gegen sie antrat. Jetzt boxt er wieder im Cruisergewicht. Mit 1,91 Meter ist er viel größer als ich. Da muss ich auf alles gefasst sein", erklärt Licina und fährt fort: "Ich bin trotzdem sehr optimistisch. Nach dem letzten Kampf im Januar musste ich zwar aufgrund einer Mittelohrentzündung für zweieinhalb Wochen mit dem Training aussetzen, doch danach lief die Vorbereitung sehr gut."

Trainer Manfred Wolke und Cruisergewichtler Enad Licina (Foto: SE)
Die jüngsten Siege haben bei Enad Licina für eine gehörige Portion Selbstbewusstsein gesorgt. "Mein gefährlichster Gegner war bisher sicherlich der Brite Robert Norton. Fast jede Hand, die er schlug, war sehr hart. Doch ich habe im Dezember in Basel gegen ihn gezeigt, dass ich trotzdem deutlich dominieren kann. Auch der Tscheche Lubos Suda, den ich im Januar besiegte, war nicht ungefährlich. Ich hoffe, dass ich mich in diesem Jahr ganz nach oben boxen kann", erklärt er.
Für seine Leistungssteigerung gibt es verschiedene Gründe. "Nachdem ich zunächst einige Zeit in einem Hotel in Frankfurt (Oder) lebte, habe ich eine eigene Wohnung bezogen. Seither herrscht noch mehr Ordnung in meinem Leben und ich fühle mich wohler. Frankfurt (Oder) ist dadurch erst richtig zu meinem Zuhause geworden. Hinzu kommt, dass mir das Training mehr Spaß macht. Im Wolke-Camp ist jetzt viel mehr Betrieb, es herrscht eine tolle Atmosphäre, die Stimmung ist noch besser geworden", sagt Licina.

Enad Licina bezwang am 8. Dezember den Briten Robert Norton (Foto: SE)
Den wichtigsten Grund sieht er aber in der Zusammenarbeit mit Manfred Wolke. "Zwar muss man sich bei ihm immer wieder überwinden, um im Training an seine Grenzen zu gehen. Doch dadurch kann ich mir sicher sein, immer topfit im Ring zu stehen. Außerdem musste ich natürlich erst einmal verstehen, wie mich Herr Wolke formen will. Doch seine Philosophie hat mich nach vorne gebracht, dadurch wuchs auch das gegenseitige Vertrauen zwischen uns noch mehr an."
Enad Licina, der inzwischen in die Top-15 der europäischen Rangliste (EBU) vorstieß, hat sich für die Zukunft viel vorgenommen. "Ich habe immer an mich geglaubt. Jetzt will ich zeigen, was in mir steckt", kündigt er an. Die nächste Möglichkeit dazu hat der Cruisergewichtler am 29. März. "Ich werde zum ersten Mal in Kiel sein. Ich habe schon viel über das Flair der Stadt und die Sparkassen-Arena gehört", freut sich Licina auf seine Premiere in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins.