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Dienstag, 2006-11-07

Liakhovich protestiert

Große Männer spucken gerne große Töne: Shannon "The Cannon" Briggs hat nach seinem dramatischen KO-Sieg über Sergei Liakhovich hohe Ziele. Er will alle vier Titel im Schwergewicht vereinigen. "Es gibt einen neuen Sheriff in der Stadt. Sein Name ist Shannon Briggs. Ich werde die anderen drei Titel auch noch holen und der unangefochtene Champion im Schwergewicht sein", ließ der 34-Jährige New Yorker verlauten. Ähnlich Pläne hat allerdings auch WBA-Champion Nicolai Valuev .
Als Erstes sei laut Briggs Wladimir Klitschko an der Reihe. Der Ukrainer verteidigt am kommenden Samstag in New York seine IBF-Krone gegen Calvin Brock. "Eigentlich hätte ich am 11. November gegen Wladimir Klitschko kämpfen sollen, doch er ließ mich hängen", ärgert sich Briggs. "Ich nenne ihn Dr. Evil. Ich hätte Klitschko ausgeknockt und werde ihn bald ausknocken. Das weiß auch sein Trainer Manny Steward. Schaut bei Google nach, was er gesagt hat."
In einem Punkt teilt Briggs aber die Meinung seines Kontrahenten. "Ich habe zwar keinen Doktortitel. Ich habe es gerade so durch die High School geschafft. Aber ich muss Dr. Wladimir Klitschko Recht geben, wenn er sagt, dass es nur einen Schwergewichts-Champion geben sollte. Das macht wirklich Sinn."
"Aber vielleicht hat Klitschko den Kampf am Samstag nicht gesehen, wo ich Sergei Liakhovich, den Weißen Wolf, ins Reich der Träume geschickt habe", ergänzt er. "Ich wollte ihn eigentlich in die fünfte Reihe befördern, doch er flog nur bis zum Zeitnehmertisch. Das war wirklich ein großartiger KO. Ich verspreche Euch, ich werde Klitschko töten."

Sollte eigentlich "bis in die fünfte Reihe fliegen", landete aber "nur auf dem Zeitnehmertisch": Sergei Liakhovich.
Wie ist in der WBO weitergeht, ist allerdings noch nicht ganz entschieden. Im Lager von Liakhovich plant man, Protest gegen die Wertung des Kampfes einzulegen und ein Re-Match zu fordern. Der Zeitnehmer habe den Gong zu spät ertönen lassen. "Nach 2:59 Minuten fällt Sergei durch die Seile", erklärt sein Manager Ivalyo Gotzev. "Erst acht Sekunden später bricht der Ringrichter den Kampf ab. Der Gong hätte aber ertönen müssen, während Sergei fällt. Dann hätte der Ringrichter nicht einfach den Kampf abgebrochen, ohne Sergei eine Chance zu geben, zurück ins in den Ring zu kommen."
Nach WBO-Regeln hat ein Kämpfer 20 Sekunden Zeit, wieder ins Seilgeviert zu steigen. "Wenn man sich die TV-Bilder anschaut, sieht man, dass Sergei sofort versucht, wieder auf die Beine zu kommen", fügt der Manager hinzu. "Wer sagt, dass er es nicht geschafft hätte, im Zeitlimit wieder zurückzukehren? Er hätte die Chance dazu bekommen sollen, aber der Kampf wurde wegen des Fehlers des Zeitnehmers abgebrochen."

Neuer Champion mit großen Zielen: Shannon Briggs.