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Freitag, 2002-07-19

Lewis: "Tyson für 30 Mio"

Lennox Lewis würde für 30 Millionen US-Dollar noch einmal gegen Mike Tyson in den Ring steigen

Der Schwergewichtsweltmeister der Verbände WBC und IBF, Lennox Lewis, möchte für einen Rückkampf gegen Mike Tyson 30 Millionen US-Dollar. Das erklärte der 36-Jährige bei der Verleihung des Ordens "Kommandant des britischen Empires" durch Prince Charles in London.
Wenn das Geld stimmt, dann würde er von einem Rücktritt vom Boxsport noch einmal absehen und ließ damit die Möglichkeit für einen zweiten Kampf gegen Tyson offen. Im ersten Duell bezwang der Brite seinen Kontrahenten überlegen mit seinen Sieg durch technischen K.o. in der achten Runde. Beide Boxer erhielten für ihren ca. 45 minütigen Auftritt am 8. Juni in Memphis eine Garantiesumme von 17,5 Millionen US-Dollar plus der Beteiligung an den TV-Einnahmen.
"Die Zuschauer wollen wegen der Art und Weise, wie ich ihn zerstört habe, das nicht noch einmal sehen. Die Zuschauer empfanden Mitleid mit ihm. Er hat schon seine Option für einen Rückkampf gezogen, aber nun ist es an den TV-Sendern. Wenn sie mir nicht 30 Millionen US-Dollar bezahlen, werde ich aufhören", sagte Lewis nach der Ordensverleihung im Buckingham Palast.
"Dies ist die perfekte Gelegenheit aufzuhören und es ist die Frage, die im Raume schwebt. Das Karriereende ist definitiv eine Option, die in meinem Kopf herumspukt. Aber wir müssen erst einmal sehen", erklärte Lewis.
Die Äußerungen des Weltmeisters lassen nur eine Interpretation offen: Entweder bestreitet er einen zweiten Kampf gegen Tyson oder er tritt zurück. Damit wird er offenbar weder einen Pflichtverteidigungskampf um seinen IBF-WM-Titel gegen Chris Byrd aus den USA im Dezember bestreiten, noch einen Kampf gegen den seit kurzer Zeit vom WBC als offiziellen Herausforderer geführten Vitali Klitschko aus der Ukraine führen, der heute einen Bandscheibenvorfall erlitt.
Auch einen Kampf gegen den WBO-Champion Wladimir Klitschko schloss Lewis schon vor wenigen Tagen mit der Begründung aus, dass dieser Fight reine Zeitverschwendung wäre, da Klitschko nicht hart genug sei und er den Ukrainer durch K.o. besiegen würde.
Am Ende der Preisverleihung versprach der Boxweltmeister der IBF und WBC Prince Charles, der erklärtermaßen kein Boxsportfan ist, ein Videoband des Kampfes gegen Tyson zukommen zu lassen. "Ich werde ihm ein Band zuschicken. Er fragte mich wie der Kampf war, also werde ich ihm zeigen, was passierte. Dann kann er sehen, was dieser große Mann erreicht hat", sagte der frischgebackene Kommandant des britischen Königreiches, der in Begleitung seiner Mutter Violet, seinem Manager Adrian Ogen und einem Freund kam.