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Montag, 2002-10-21

Lewis trifft Ali!

Bei einem Football-Spiel unterstützen prominente Sportler die kanadische Parkinson-Gesellschaft

Am Sonntag wird der Weltmeister im Schwergewicht des WBC, Lennox Lewis, gemeinsam mit seinem Idol Muhammad Ali bei einem Spiel der kanadischen Football-Liga zwischen den Toronto Argonauts und den Ottawa Renegades in Toronto auftreten. Die Veranstaltung dient einem Hilfsfond der Parkinson-Gesellschaft von Kanada. Ali leidet selbst an der Parkinsonschen Krankheit.
"Ich bin stolz in Gesellschaft Muhammad Alis zu sein, denn er ist mein Held und wir können eine großartige Sache unterstützen", erklärte Lewis. "Ich erinnere mich, als ich gemeinsam mit meiner Mutter vor dem Bildschirm saß und ihn sah, und ich sagteich wünschte, ich könnte so sein wie Muhammad Ali. Er ist absolut ein Idol für mich."
Bei der Veranstaltung werden auch die früheren Weltmeister im Schwergewicht Evander Holyfield und Larry Holmes ebenso zugegen sein wie der Basketballspieler Hakeem Olajuwon und andere kanadische Sportstars. Der frühere US-Präsident Clinton wird dabei eine Videobotschaft an die Zuschauer übermitteln.
Noch offen: Karriereende oder kommender Gegner
Skeptisch äußerte sich der 37-jährige Lewis über die Aussagen, sein nächster Gegner sei die Nummer eins der WBC-Weltrangliste Vitali Klitschko: "Es gibt dazu noch keinen Status. Die sind weit weg und ich bin gerade hier. Ich bin der Mann an der Spitze. Ich entspanne mich jetzt erst einmal und bin dabei, meine Geschäfte zu ordnen, ehe ich über die Zukunft entscheide."
Lewis gab dabei auch zu, weiter mit einem Karriereende zu liebäugeln: "Ich überdenke die Tatsache, das ich mich aller Herausforderer entledigt habe, alles Boxer, die von anderen hoch gehandelt wurden", sagte der Champion, um danach noch metaphorisch zu werden: "In einem Raum gefüllt mit Männern stehe ich alleine und das ist das Gefühl, was ich als Weltmeister im Schwergewicht habe. Es wäre ein guter Zeitpunkt abzutreten. Ich habe alles erreicht, was ich wirklich von klein auf erreichen wollte."
Tyson als nächster Gegner möglich
Doch im gleichen Atemzug öffnete er die Tür für einen Rückkampf gegen Mike Tyson, der voraussichtlich im Februar gegen den Top-Schwergewichtler Clifford Etienne boxen wird: "Die Welt hat noch nicht das Beste oder das Äußerste von mir gesehen. Wenn Tyson in dem Kampf gut aussieht, ihn durch Knockout gewinnt und glaubt, wieder Weltmeister werden zu können und die Öffentlichkeit ihn noch einmal sehen will, gibt es eine große Möglichkeit dafür," sagte Lewis.
Der Champion hat noch etwas Zeit, sich zu entscheiden. Denn mit seinem Kampf am 8. Juni gegen den damaligen offiziellen Herausforderer Tyson hat er seine Pflichtverteidigung erfüllt und müsste ab diesem Zeitpunkt innerhalb von zwölf Monaten gegen den neuen offiziellen Herausforderer Vitali Klitschko antreten. Ein weiterer Titelkampf gegen Mike Tyson wäre also vor der nächsten Pflichtverteidigung laut Statuten des WBC möglich.
Dass sich der Brite nicht gerne bedrängen lässt, zeigte er schon mit der Rückgabe des IBF-WM-Titels. Gegen den offiziellen Herausforderer Chris Byrd hätte er im Dezember in den Ring steigen müssen. Doch Lewis legte den WM-Gürtel im September nieder. Obendrein gab es noch dafür ein kleines Zubrot von Byrds Promoter Don King, der ihm dafür eine Million US-Dollar überwiesen hatte.