Deutsch English
10.12.2016
Top-Thema

Kölling vs. Liebenberg II

Berliner bittet Südafrikaner am 4. Februar zum Rematch in Südafrika!

Perfekte K.o.-Nacht!

Feigenbutz, Bauer und Pulev feiern klare Siege am Samstag!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Montag, 2002-12-23

Lewis: Nicht Klitschko?

Verhandlungen über Lewis gegen Klitschko doch noch nicht abgeschlossen

Der nächste Gegner für den neuen IBF-Weltmeister im Schwergewicht Chris Byrd soll der Sieger des Kampfes um die WBA-Krone am 1. März zwischen John Ruiz und dem US-Superstar Roy Jones sein. Danach soll der Gewinner nach dem Willen des Boxpromoters Don King zum Titelvereinigungskampf gegen den WBC-Weltmeister Lennox Lewis antreten. Dabei ist eine Rekordsumme von 50 Millionen US-Dollar für den Lewis-Auftritt im Gespräch.
Der WBC-Champion hatte im September den IBF-Titel nach der Zahlung von einer Million US-Dollar und der Zugabe eines Range Rover von Don King niedergelegt und saß beim Sieg Byrds gegen Holyfield als Co-Kommentator am Samstag in Atlantic City am Ring. Doch vor einem solchen Kampf müsste Lewis eigentlich seinen Titel im Frühjahr gegen den offiziellen Herausforderer beim World Boxing Council, Vitali Klitschko aus der Ukraine, verteidigen.
Am Wochenende gab es in den amerikanischen Medien darüber widersprüchliche Berichte. So meldete am Samstag die amerikanische Tageszeitung "New York Daily News", dass Lewis nicht gegen Klitschko antreten werde und zitierte den Champion: "Ich werde warten und sehen, wer erstrahlen wird. Ich möchte gegen die antreten, gegen die mich das Publikum boxen sehen möchte."
Und weiter glaubt Lewis in einem Zitat der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press, dass der Ukrainer kein annehmbarer Gegner sei: "Vitali Klitschko verdient derzeit keine Chance, gegen mich zu boxen. Gegen wen hat er geboxt? Er ist ein weiterer Michael Grant." Auch dieser war der offizielle Herausforderer des WBC für Lewis. Im Jahre 2000 gewann der heute 37 Jahre alte Champion seine Pflichtverteidigung gegen Grant durch K.o. in Runde zwei.
Lewis-Entscheidung vor Weihnachten
Das amerikanische Internetportal "Fightnews" berichtet hingegen, dass Lewis am Samstagabend erklärt habe, in dem Artikel falsch zitiert worden zu sein und die Verhandlungen über den Klitschko Kampf weiter gingen. "Secondsout", ein weiteres amerikanisches Internetportal will wissen, dass Lewis bis zum Ende der Woche entscheiden will, gegen wen er als nächstes boxen wird.
Sollte der Kampf gegen Klitschko zustande kommen, so ist ein Termin Anfang März mittlerweile unwahrscheinlich: Denn mit den Schwergewichtsduellen Tyson gegen Etienne am 22. Februar und Ruiz gegen Jones am 1. März werden zuvor schon zwei hochkarätige Boxkämpfe innerhalb von acht Tagen im Pay-per-View Verfahren für das amerikanische TV-Publikum ausgestrahlt. Die TV-Bosse bei HBO befürchten eine Sättigung der Zuschauer und damit geringere Einnahmen, falls Lewis kurz darauf in den Ring steigen würde. So wurde auch schon über ein Kampfdatum im April verhandelt.
Kery Davis vom Lewis-TV-Partner HBO sagte gegenüber der amerikanischen Tageszeitung "USA Today", dass die Verhandlungen zwischen Klitschko und Lewis weiter gingen. Außerdem hoffe er, dass ein Vertrag zwischen den beiden immer noch zustande kommen könne. Der Schwergewichts-Champ und King wollten offenbar schon Gespräche mit dem WBC aufnehmen, um die Pflichtverteidigung zu verschieben.