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Montag, 2002-09-09

Lewis legt Titel nieder!

Lennox Lewis ist nicht mehr Weltmeister im Schwergewicht der IBF

Der Schwergewichtsweltmeister Lennox Lewis hat seinen IBF-Titel niedergelegt. Damit wird er im Dezember nicht gegen Chris Byrd, den offiziellen Herausforderer der IBF in den Ring steigen. Dem Champion bleibt nun nur noch der Weltmeistertitel des WBC. Den IBF-Gürtel hatte sich Lewis zusammen mit dem WBA-Titel im November 1999 beim Titelvereinigungskampf gegen Evander Holyfield geholt. Den WBA-Gürtel hatte er er kurz darauf wieder niedergelegt, da er nicht gegen den damaligen offiziellen Herausforderer der WBA, John Ruiz, antreten wollte, sondern den lukrativeren Kampf gegen die Nummer eins des WBC, Michael Grant, im April 2000 vorzog.
Das offizielle Statement von Lennox Lewis im Wortlaut: "Heute habe ich meine Entscheidung bekannt gegeben, den IBF-Titel im Schwergewicht niederzulegen. Schon vor dem heutigen Tage haben mein Team und ich festgestellt, dass es kein öffentliches Interesse an einem Kampf Lennox Lewis gegen Chris Byrd gibt. Meine Entscheidung basiert auch auf der Tatsache, dass ich glaube, wie ich mehrmals schon gesagt habe, dass Chris Byrd keine wirkliche Herausforderung für mich darstellt.
Die Tatsache ist, dass der Weltmeister den Gürtel bedeutsam macht und nicht umgekehrt. In Bezug auf einen Gerichtsbeschluss und eine IBF-Regel, die mich dazu gezwungen hätte einen bedeutungslosen Kampf gegen Chris Byrd zu absolvieren, um meinen IBF-Gürtel zu behalten, hatte ich keine andere Wahl, als den Titel niederzulegen. Wie ich schon einmal vor kurzem sagte, die Welt wird das Beste von Lennox Lewis noch zu sehen bekommen", erklärte der 37-Jährige in der offiziellen Stellungnahme.
50 Millionen Dollar für drei Kämpfe?
Nach einem Bericht einer amerikanischen Internetsite soll Lewis derzeit einen möglichen Vertrag mit dem amerikanischen Pay-TV-Sender HBO aushandeln, der ihm 50 Millionen US-Dollar für drei Kämpfe garantieren würde. Dabei könnte am 7. Dezember in Las Vegas zuerst ein Kampf gegen den Ukrainer Vitali Klitschko (Nummer eins des WBC) stattfinden und daraufhin der Rückkampf gegen Mike Tyson. Danach soll der Champion gegen Klitschko-Bruder und WBO-Weltmeister Wladimir in den Ring steigen. Ob Vitali Klitschko bis Dezember von seinem Bandscheibenvorfall vollständig genesen und bereit für solch einen Kampf ist, ist jedoch fraglich.
Erst vor wenigen Tagen noch traf sich Promoter Don King in Ghana mit Lennox Lewis, um über dessen Zukunft zu sprechen. Pikanterweise ist bei King derzeit auch Chris Byrd und der WBA-Weltmeister John Ruiz unter Vertrag. Lewis soll bei dem Meeting, laut King auch über die Rückgabe einer seiner Titel gesprochen haben. Der 71-Jährige Promoter hofft, dass die Gespräche, die in einer guten Atmosphere verlaufen sein sollen, bald Früchte tragen werden.
Mit der Rückgabe des IBF-Gürtels tritt nun ein anderer Athlet, der ebenfalls bei Don King unter Vertrag ist, wieder ins Rampenlicht: Der frühere Weltmeister Evander Holyfield, der im Oktober seinen 40. Geburtstag feiern wird, dürfte als Nummer zwei der IBF nun im Dezember gegen Chris Byrd um den vakanten Weltmeistertitel der IBF boxen.