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Sonntag, 2002-05-19

Lennox Lewis gelassen

Die Anspannung vor dem "Megafight" steigt, doch der Schwergewichtschampion Lewis gibt sich weiter sehr gelassen

Mit Einnahmen von rund 23 Millionen US-Dollar (etwa 25,5 Millionen Euro) für die 19.185 Eintrittskarten zum Boxkampf des Jahres zwischen Mike Tyson und Lennox Lewis wurde die bisherige Rekordmarke für Eintrittspreiserlöse klar übertroffen. Das Duell um die Weltmeisterschaft am 8. Juni in der ausverkauften Pyramid-Arena in Memphis hat die vorherige Bestmarke aus dem Aufeinandertreffen von Evander Holyfield und Lennox Lewis im Jahre 1999 mit Einnahmen von rund 16,9 Millionen US-Dollar (etwa 18,7 Millionen Euro) aus dem Ticketverkauf in Las Vegas eindeutig übertroffen. Die beiden US-amerikanischen TV-Stationen rechnen mit mehr als einer Million von Käufern für die TV-Übertragung des Kampfes, für die der Rekordpreis von 54,95 US-Dollar (60,85 Euro) pro Person im Pay-per-View-Verfahren verlangt wird. Mit rund 100 Millionen US-Dollar ist es der teuerste Boxkampf aller Zeiten.
Noch 24 Tage sind es bis zur IBF- und WBC-Weltmeisterschaft im Schwergewicht und die Anspannung in den Lagern der beiden Kontrahenten vor dem Kampf der Superlative steigt. Während sich Mike Tyson in den vergangenen Wochen eher verbal vergriff, zeigt sich der amtierende Schwergewichtschampion der Weltverbände IBF und WBC, Lennox Lewis, derzeit im Caesars Brookdale Resort erheblich gelassener. Sein Trainer Emanuel Steward berichtet, sein Schützling beginne bereits um 4.30 Uhr in der Früh mit dem Lauftraining und verbringe die Zeit neben dem Boxtraining mit Schachspielen.
Der Brite antwortete auf die Fragen zu seinem Titelverteidigungskampf gegen Mike Tyson eher sachlich. "Ich habe eine lange Zeit auf diesen Kampf gewartet. Sobald wir in den Ring treten, werde ich Mike Tyson zeigen, dass ich der Beste bin. Mein Vertrauen in mich ist groß und ich werde zeigen, dass ich der beste Schwergewichtler der Welt bin", gab der 36-Jährige den Journalisten zu Protokoll. Der Champ fuhr bangend um die Fairness seines Kontrahenten fort, dass auf den Ringrichter des Kampfes eine sehr wichtige Aufgabe zukommen werde.
"Jeder weiß, dass er ein unsauberer Kämpfer ist. Ich werde meine Haare hochbinden, damit er nicht daran ziehen kann. Ich bin ein Fighter, er ist ein Beißer", warnte der in West Ham geborene Lewis vor den möglichen Ausfällen seinen Gegners. Darüber hinaus äußerte sich sein Trainer sehr siegessicher. "Lennox hat gezeigt, wie explosiv er sein kann. Er tut alles und ist nah an der 100-Prozent-Marke. Er ist in letzter Zeit sehr gewachsen und boxt mit viel Verstand", sagte Emanuel Steward zur Verfassung des Champions und fuhr fort, dass Lennox Lewis seinen Herausforderer ausknocken wolle.