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Samstag, 2007-08-04

Larsen vs. Hamdan

Mads Larsen bekommt den nächsten harten Brocken vor die Fäuste

Am 18. August erwartet Mads Larsen die nächste schwere Bewährungsprobe. Der frühere Europameister, der im Mai nach über dreieinhalbjähriger Kampfpause sein Comeback feierte, trifft nach seinen Siegen über den Russen Vasily Andriyanov und dem ehemaligen WBO-Mittelgewichts-Weltmeister Hector Javier Velazco in der Berliner Max-Schmeling-Halle auf den Australier Nader Hamdan.

Super-Mittelgewichtler Mads Larsen erboxte bisher in 49 Profifights 47 Siege
Der Kampfrekord des 33-jährigen Gegners aus "Down Under" ist mit bislang 40 Siegen aus 44 Profikämpfen beachtlich. Lediglich die Niederlagen gegen Stjepan Bozic, Otis Grant, Arthur Abraham und Sam Soliman trüben die Bilanz ein wenig. Auf dem Weg zurück an die Spitze der Ranglisten der bedeutenden Boxweltverbände ist der in Sydney lebende Konkurrent die nächste schwere Bewährungsprobe für Larsen.
Ulli Wegner, der den Dänen seit dem Wechsel ins Sauerland-Team trainiert, warnt vor den Stärken des Australiers. "Hamdan ist ein gnadenloser Kämpfer", so der Erfolgscoach. "Doch Mads ist zu uns nach Deutschland gekommen, um Weltmeister zu werden. Genau dies wollen wir ihm ermöglichen. Um schnell wieder nach ganz oben zu kommen, muss er sich starken Leuten stellen", begründet Wegner die schwere Ansetzung.

Mads Larsen wird im Berliner Max-Schmeling-Gym von Ulli Wegner trainiert
Für ihn ist Hamdan kein Unbekannter. Im September 2004 musste sich der Australier in Essen gegen den heutigen IBF-Weltmeister im Mittelgewicht Arthur Abraham durch technischen K.o. in der zwölften Runde geschlagen geben. "Wir wissen, wie hart Arthur Abraham hauen kann. Doch Hamdan hat ihm damals ganz schön Paroli geboten. Wir müssen uns also auf einen ganz starken Gegner einstellen", ist der Trainer sicher.
Für seinen Schützling, der bislang 47 Siege aus 49 Kämpfen in seiner Profibilanz zu Buche stehen hat, gab es zuletzt viel Lob vom Erfolgscoach. "Gegen den Argentinier Hector Javier Velazco hat Mads im Juni in Zwickau eine gute Leistung gezeigt. Er hat sehr klug die Führhand eingesetzt und mit viel Verstand geboxt. Doch gegen Nader Hamdan wird er sich noch steigern müssen", weiß Wegner.

Zuletzt bezwang Mads Larsen in Zwickau Ex-Champion Hector Javier Velazco
Das sieht auch Larsen so. Der Super-Mittelgewichtler, der seit einiger Zeit etwa zwei Kilometer entfernt vom Max-Schmeling-Gym im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lebt, bekam seine neue Wohnung aufgrund der harten Vorbereitung zuletzt nur selten zu Gesicht. Zunächst stand das Trainingslager in Zinnowitz auf den Programm. Dann, nach einer Woche in Berlin, ging es für ihn heute weiter nach Kienbaum.
Vor seinem 50. Profifight präsentiert sich der Rechtsausleger selbstbewusst. "Mein letzter Kampf gegen Hector Javier Velazco war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Nach der langen Pause so schnell gegen einen solch starken Gegner zu boxen, hat gezeigt, wo unser Weg hingehen soll. Ich will der Beste sein, deshalb muss ich auch einen starken Konkurrenten wie Hamdan schlagen", sagt Larsen.

Arbeiten gut zusammen: Mads Larsen und Trainer Ulli Wegner (Fotos: SE)
In seiner neuen Heimat Berlin will er besonders glänzen. "Ich bin sowieso ein Freund der deutschen Tugenden. Zum Beispiel sind Pünktlichkeit und Ordnung für den Erfolg eines Sportlers sehr wichtig. Ich fühle mich sehr wohl hier. Berlin ist eine internationale Metropole, alle Menschen sind sehr nett zu mir. Da ist doch klar, dass ich in der Max-Schmeling-Halle einen guten Kampf zeigen will", kündigt Larsen an.