Deutsch English
06.12.2016
Top-Thema

Perfekte K.o.-Nacht!

Feigenbutz, Bauer und Pulev feiern klare Siege am Samstag!

Ergebnisse Karlsruhe

Alle Resultate vom 3. Dezember aus der Ufgauhalle im Überblick

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Dienstag, 2008-12-16

Larsen hofft auf WM-Chance

Der Däne will sich mit guter Leistung für einen erneuten WM-Fight empfehlen

50 Siege aus 52 Profikämpfen hat Mads Larsen bereits auf seinem Konto. Am 20. Dezember, im Rahmen der WBA-Schwergewichts-Weltmeisterschaft zwischen Nikolai Valuev und Evander Holyfield, soll im Züricher Hallenstadion der nächste Erfolg her. Dabei bekommt er den 31-jährigen Roberto Cocco (11 Profikämpfe; 9 Siege) aus Italien vor die Fäuste. Mit einer guten Leistung will der Däne seine Ambitionen unterstreichen, noch einmal um die Weltmeisterschaft zu kämpfen.

Der Däne Mads Larsen steigt am 20. Dezember in Zürich in den Ring
Für Larsen wäre es der zweite Fight um den WM-Titel eines bedeutenden Boxweltverbandes. Bei seinem ersten Anlauf, Weltmeister zu werden, kassierte der Rechtsausleger im September 2003 in Erfurt eine äußerst knappe und umstrittene Niederlage gegen den Deutschen Sven Ottke, der damals die WM-Gürtel der WBA und IBF innehatte. Zwar erkämpfte Larsen danach noch den EM-Titel, doch auf eine weitere WM-Chance wartete er bisher vergebens.
Wie Sauerland Event-Geschäftsführer Chris Meyer bestätigt, stehe man in Verhandlungen mit dem IBF-Weltmeister Lucian Bute, um einen WM-Fight für den 35-jährigen Super-Mittelgewichtler aus Dänemark zu realisieren. Doch bisher seien die Gespräche nicht zum Abschluss gekommen. So muss sich Larsen, der zurzeit in der WBC-, WBA- und IBF-Weltrangliste in den Top-15 geführt wird, noch gedulden. Und er muss, um weiter in Form zu bleiben, Kämpfe bestreiten.

Im letzten Fight bezwang Mads Larsen den Amerikaner Ross Thompson
Dabei darf sich der Schützling von Trainer Ulli Wegner keinen Patzer erlauben. Denn eine Niederlage wäre auf dem Weg zu einer weiteren WM-Chance ein herber Rückschlag. Deshalb bereitete sich Larsen im Berliner Max-Schmeling-Gym härter als sonst auf den 20. Dezember vor. "Vor meinem letzten Kampf trainierte ich alleine in Dänemark. Aber es ist besser, wenn der Trainer dabei ist. Die Vorbereitung ist härter, man ist noch disziplinierter", erzählt er.
"Im Kampf gegen Ross Thompson im März in Kiel habe ich gemerkt, dass es ein Unterschied ist. Außerdem ist es ein gutes Gefühl, mit den anderen Jungs hier im Gym zu trainieren. Das macht viel mehr Spaß", sagt der smarte Däne mit dem tätowierten Oberkörper. Die Motivation, Weltmeister zu werden, sei für ihn nach wie vor riesengroß. Dass er zuletzt knapp neun Monate keinen Kampf mehr bestritt, habe andere Gründe gehabt.

Mads Larsen will auch in Zürich jubeln (Fotos: SE und Photo Wende)
"Ich liebe das Boxen. Doch das Wichtigste ist für mich, dass ich meine Leistung bringen kann. Bei mir ist das am besten möglich, wenn in meinem Umfeld alles in Ordnung ist, die Balance stimmt. Da meine Mutter schwer erkrankt war und ich ihr nahe sein wollte, habe ich mir die Zeit genommen und gewartet, bis es ihr wieder besser ging. Doch das heißt nicht, dass der Boxsport bei mir nicht an erster Stelle steht. Im Gegenteil, mein Ziel bleibt weiterhin der WM-Titel!"