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Samstag, 2009-01-24

Krull trifft auf Zsalek

Schwergewichtler präsentiert sich erstmals einem großen Publikum

Sein Trainer Otto Ramin nennt ihn den "Schweiger". Dabei ist Jens Krull, der 2,09 Meter große Schwergewichtler aus dem Sauerland-Team, eigentlich ein netter Zeitgenosse. Doch im Ring darf er keinen Spaß verstehen. Das will er auch am 24. Januar in der erdgas arena in Riesa unter Beweis stellen. Dann trifft er auf den Ungarn Ferenc Zsalek.

Schwergewichtler Jens Krull erkämpfte als Berufsboxer bereits vier Siege

Doch die Bezeichnung "Schweiger" hat nichts mit dem Kampfstil von Krull zu tun. "Damit meint mein Trainer wohl eher, dass ich generell nicht so viel spreche. Doch das hat nichts mit meinem Charakter zu tun. Ich bin einfach nicht besonders redegewandt. Und wenn man sich nicht besonders gut ausdrückt, spricht man nicht so viel", sagt der 19-Jährige.

Mit 2,09 Metern Körpergröße und rund 130 Kilogramm Kampfgewicht gehört Jens Krull auf jeden Fall zu den ganz großen Brocken im Profiboxsport. Anders als beim WBA-Weltmeister Nikolai Valuev aus St. Petersburg liegt beim in Hagenow, in Mecklenburg-Vorpommern, geborenen Schwergewichtler die Größe quasi in der Familie.

Mit einer Größe von 2,09 Metern hat Krull fast immer Reichweitenvorteile

"Mein Vater ist 1,96 Meter groß und auch meine Mutter ist nicht gerade klein. Deshalb war es nicht weiter verwunderlich, dass ich eine solche Größe erreicht habe", erzählt er. Dennoch warnt sein Coach davor, zu große Leistungssprünge von dem jungen Schwergewichtler zu erwarten. Er will ihn mit Bedacht an größere Aufgaben heranführen.

"Aufgrund seiner Größe ist Jens Krull ein Boxer, der mehr von seinen physischen Eigenschaften und der Schlagkraft leben muss. Diese Merkmale kommen bei den Profis besser zum Tragen. Deshalb haben wir ihn sehr früh von den Amateuren zu den Berufsboxern geholt. Doch er braucht natürlich Zeit, um sich zu entwickeln", berichtet Otto Ramin.

Jens Krull wechselte sehr früh zu den Profis (Fotos: Frank Ludwig und SE)

Dennoch hat Krull bereits vier Profikämpfe gewonnen. "Ich merke, dass ich besser werde. Vor allem habe ich mich im Fitness-, Kraft- und Technikbereich entwickelt. Mein letzter Kampf ging ja über die Runden. Das war gut, denn da habe ich gemerkt, ich hätte noch länger boxen können. Die Kondition scheint also zu stimmen", erklärt er.

Für den Kampf gegen den 23-jährigen Zsalek sei er gerüstet. "Bislang boxte ich bei kleineren Veranstaltungen. Natürlich freue ich mich, mal bei einer so großen Veranstaltung im Ring zu stehen. Das macht mich auch nicht nervös. In der Vorbereitung hatte ich keinerlei Verletzungs- oder Krankheitsprobleme. Ich fühle also für Riesa gerüstet", so Krull.