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Samstag, 2002-08-10

Krasniqi ohne Trainer

Michael Timm beendet die Zusammenarbeit mit dem Ex-Europameister

"Ich habe keine Luft mehr. Ich will nicht mehr" – "Quatsch!" – "Nein, ich hör’ auf" – "Luan, red keinen Quatsch. Du liegst vorn. Mach weiter, nur noch vier Runden" – "Nein. Meine Entscheidung" – "Luan!" – "Schluss!" - "Reiß dich zusammen, Mensch!" – "Nein. Schluss. Aus. Vorbei." Mit diesem Rededuell zwischen Luan Krasniqi und seinem Trainer Michael Timm vollzog sich am 20. Juli in Dortmund ein sportliches Drama, wie selten zuvor im Boxring. In der neunten Runde gab der damalige Titelverteidiger aus Rottweil klar in Führung liegend den Kampf gegen seinen Herausforderer Przemyslaw Saleta aus Polen auf.
Aus diesem sportlichen Debakel hat jetzt Timm die Konsequenzen gezogen und die Zusammenarbeit mit dem Ex-Europameister beendet. Das Vertrauen sei nicht mehr da. "Ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Ich hatte mehrere schlaflose Nächte, in denen ich darüber nachgedacht habe. Es war die schwerste Entscheidung, die ich in meiner Trainerkarriere fällen musste. Aber ich sehe keine gemeinsame Zukunft mit Luan", sagte Timm zur Kündigung. Laut der Universum Box-Promotion soll über den Fortgang von Krasniqis Karriere und die Frage, wer ihn in Zukunft trainieren soll, derzeit noch verhandelt werden.
Krasniqi war am 5. Januar dieses Jahres gegen René Monse aus Magdeburg Europameister geworden und bestritt gegen Saleta seine erste Titelverteidigung. Die Aufgabe im Kampf gegen den neuen Europameister, der bis dato Platz 13 in Europa belegte, war Krasniqis erste Niederlage im 21. Kampf als Profi. Die BILD-Zeitung titulierte einen Tag später die Aufgabe als den Boxwitz des Jahres.