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Dienstag, 2004-02-17

Krasniqi erboxt EM-Gürtel

Sinan Samil Sam unterliegt Luan Krasniqi

Luan Krasniqi ist wieder Europameister im Schwergewicht. Der 32-Jährige bezwang am Samstagabend in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart in einem begeisternden Kampf seinen Stallgefährten Sinan Samil Sam nach Punkten. Die Wertungsrichter sahen den in Rottweil lebenden Athleten nach zwölf Runden mit 116:113, 115:113 und 114:114 knapp vorne.
5.000 Zuschauer sahen einen starken Auftakt beider Athleten in einem sehr temporeichen Ringgefecht. Während der 29-jährige Sam versuchte, den Fight von der Ringmitte aus zu bestimmen, war es der Herausforderer, der zunächst mit schnellen Links-Rechts-Kombinationen die besseren Treffer ins Ziel brachte.
Ende des zweiten Durchgangs war es allerdings der Titelverteidiger aus der Türkei, der in der von Ringrichter Richie Davis geleiteten Auseinandersetzung mit guten Aktionen überraschte. In der dritten Runde kam es zum offenen Schlagabtausch zwischen beiden Kontrahenten, wobei Luan Krasniqi die genaueren Treffer für sich verbuchen konnte.
Nachdem sich der Schützling von Trainer Torsten Schmitz in der Anfangsphase einen knappen Vorsprung erarbeitet hatte, blieb es in der Folgezeit sehr spannend und ausgeglichen. Zwar waren die Schläge von Sinan Samil Sam wuchtiger, dafür agierte sein Konkurrent effektiver. Auch in der Schlussphase ging es hin und her, so dass Luan Krasniqi seinen knappen Vorsprung über die Runden rettete und seinen 26. Sieg im 27. Profikampf erboxte.
Eine gute Leistung bot auch Thomas Ulrich (28) im Ringgefecht um die WBC-Internationale Meisterschaft im Halbschwergewicht. In einem zunächst abwechslungsreichen Kampf wurde der in Berlin lebende Titelverteidiger immer stärker und hatte in der sechsten und siebten Runde mit schnellen Links-Rechts-Kombinationen seine stärksten Phasen. Sein 35-jähriger Kontrahent Michael Rush mobilisierte im letzten Durchgang noch einmal alle Kräfte, hatte am Ende aber Glück, dass er sich nach schwersten Treffern über die Zeit retten konnte. Das Urteil der Punktrichter fiel leistungsgerecht mit 119:109, 118:110 und 117:112 deutlich zu Gunsten von Thomas Ulrich aus.
Eine Niederlage musste Silke Weickenmeier aus Speyer hinnehmen. Im Kampf um die WIBF-Weltmeisterschaft im Federgewicht unterlag die 24-jährige Titelverteidigerin der Herausforderin Trisha Hill (28) aus den USA durch technischen K.o. in der siebten Runde. Für eine faustdicke Überraschung sorgte auch Baldwin Hlongwane. Der Südafrikaner schickte Alexander Petkovic insgesamt dreimal zu Boden, bevor die Ringecke des deutschen Cruisergewichtlers in der achten Runde die Aufgabe signalisierte. Es war die zweite Niederlage bei drei Unentschieden im 33. Profikampf des Münchners.
Schwergewichtler Alexander Dimitrenko aus der Ukraine erboxte einen technischen K.o.-Sieg in der fünften Runde gegen Sam Ubokane aus Südafrika. Der Norweger Leif Olve Dolonen Larsen kam in der Königklasse zu einem Erfolg durch Disqualifikation gegen Marek Zelov. Der unterlegene Slowake hatte mehrmals absichtlich seinen Mundschutz ausgespuckt. Der Schwede Aldo Colliander gewann in der gleichen Gewichtsklasse gegen Viktor Juhász aus Ungarn durch technischen K.o. in der ersten Runde. Im Mittelgewicht lag Bert Schenk gegen Lóránt Szabó über acht Runden nach Punkten vorne. Die Stuttgarterin Alesia Graf erboxte bei ihrem Profidebüt einen Punktsieg gegen die Slowakin Petra Jachmanova.