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20.01.2017
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Härtel und Bunn: Gegner fix!

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Zeuge boxt am 18. März!

WBA-Weltmeister bereitet sich auf erste Titelverteidigung vor

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NEWS
Samstag, 2003-05-24

Königsklasse in Bewegung

Im Rahmen der WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht wollen einige Boxer auf sich aufmerksam machen

Wenn am Samstag Champion John Ruiz und Kirk Johnson um die WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht boxen, dann wollen diese Gelegenheit auch andere Boxer der Königsklasse nutzen, um ins Rampenlicht zu treten.
Botha gegen Etienne
Nach seiner Niederlage im März durch technischen K.o. in der achten Runde gegen WBO-Champ Wladimir Klitschko steigt der "weiße Büffel" Francois Botha aus Südafrika wieder in den Ring. Gegner in New Orleans ist Clifford Etienne, das "schwarze Nashorn", so der Kampfname des in 25 Kämpfen nur einmal bezwungenen Top-Ten Boxers. Das Duell steht entsprechend der Kampfnamen der beiden Athleten unter dem Motto "Call of the Wild" – der Ruf der Wilden. Der einzige der beiden "Wilden", der mit einem Sieg noch eine Chance auf einen WM-Kampf haben dürfte, ist Etienne, der sich bei der WBO auf Platz fünf und bei der IBF auf Rang neun der Weltrangliste befindet. >> zu den Weltranglisten.
Williamson gegen Sanders
Einen Tag zuvor, am heutigen Freitag, boxt der amerikanische Schwergewichtler DaVarryl "Touch of Sleep" Williamson in Chester im US-Bundesstaat West Virginia um den Einzug in die Weltranglisten. Nur eine Niederlage in siebzehn Kämpfen steht bislang auf der Negativseite des 34-Jährigen. Sein Gegner ist die ehemalige Schwergewichtshoffnung Corey Sanders (27) aus den USA, der zwar schon sechs Niederlagen in seiner Profilaufbahn erlitt, aber alle seine letzten sieben Kämpfe gewonnen hat. "Ich bin einer der Schwergewichtler, die ihre Arbeit erledigen wollen und tun werden, was notwendig ist, um mich unter die Top-Schwergewichtler zu bringen", erklärte Williamson, der erst vor zehn Tagen für den Kampf verpflichtet wurde.
McBride gegen Minus
Ebenfalls heute boxt Kevin McBride aus Irland gegen Reynaldo Minus aus den USA in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts. Der 29-jährige Ire musste in seinem vorletzten Kampf gegen eben DaVarryl Williamson eine Niederlage durch technischen K.o. in der fünften Runde einstecken. McBride dürfte den eingefleischten deutschen Boxfans noch durch seine Punktniederlage gegen Axel Schulz 1997 bekannt sein.
Sein Kampfrekord steht mittlerweile bei 26 Siegen und vier Niederlagen. Sein Gegner Minus machte seinem Namen in den letzten vier Kämpfen alle Ehre: Keines dieser Ringgefechte konnte er für sich entscheiden. Im März unterlag er bei seinem letzten Kampf Michael Grant durch technischen K.o. in Runde vier. 16 Kämpfe hat er bislang gewonnen, elf verloren. Der 31-Jährige ist ein typischer Aufbaugegner, der schon gegen starke Boxer wie Henry Akinwande, David Izon oder Shannon Briggs verlor.

Holmes gegen Esch
Weniger um eine gute Platzierung, als um die Ehre, geht es in einem weiteren Kampf im Schwergewicht am Samstag in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia. Einer der im wahrsten Sinne des Wortes dicksten Brocken im Schwergewicht ist Eric "Butterbean" Esch. Dieser fühlte sich durch eine Passage in den Memoiren des ehemaligen Weltmeisters im Schwergewicht Larry Holmes so beleidigt, dass er diesen zum Kampf forderte. Der Ex-Champ nannte seinen Kontrahenten in seinem Buch eine "Zirkusattraktion" und einen "Fettklops".
Der 53-jährige Boxopa Larry Holmes stimmte zu und nun bestreiten die beiden einen Kampf über zehn Runden. Trotz des hohen Alters von Holmes dürfte der Fight spannend werden. Denn der 35-jährige Esch ist bekannt für seine zahlreichen Kämpfe über nur vier Runden. Holmes hat seinen letzten Boxkampf vor 20 Monaten bestritten und dabei gegen Mike Weaver durch technischen K.o. in Runde sechs gewonnen.
Interessant für die eingefleischten deutschen Boxfans ist dabei das Vorprogramm: Europameisterin Heidi Hartmann aus Uplengen bei Oldenburg trifft im Kampf um die Intercontinental-Meisterschaft der WIBF im Super-Mittelgewicht auf Jacqui Frazier-Lyde, die Tochter der Schwergewichts-Legende Joe Frazier. "Auf einen Punktsieg kann ich nicht hoffen. In Amerika kann ich nur durch K.o. gewinnen", sagte Hartmann noch vor dem Abflug.