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K.o.-Niederlage für Sturm
Beyer wieder einziger aktueller deutscher Box-Weltmeister
Felix Sturm (r.) vs. Javier Castillejo
Markus Beyer darf sich wieder einziger aktueller deutscher Box-Weltmeister nennen. Denn: WBA-Mittelgewichts-Champion Felix Sturm musste am Samstagabend in der Hamburger Color-Line-Arena eine empfindliche Niederlage einstecken. Der Sohn bosnischer Eltern, der mit bürgerlichem Namen Adnan Katic heißt, unterlag dem Herausforderer Javier Castillejo aus Spanien. Nachdem er bereits in der zweiten Runde zu Boden gegangen war, entschied er die nächsten Runden für sich. Zu Beginn der zehnten Runde prügelte Castillejo jedoch mit einer Serie von Aufwärtshaken immer wieder auf den aus Mund und Nase blutenden Champion ein. Wäre nicht Ringrichter Mark Nelson (USA) dazwischengesprungen um das brutale Szenario zu beenden, hätte Sturm wohl schwerwiegendere gesundheitliche Schäden davongetragen. Der zunächst befürchtete Kieferbruch stellte sich bei der Untersuchung Samstagnacht im Krankenhaus als harmloser heraus. Sturm hatte "nur" ein stark geschwollenes Hämatom davongetragen.
Felix Sturm
"Er hat sein Konzept über den Haufen geworfen. Er hat unsere gemeinsame Linie nicht eingehalten", zürnte Trainer Michael Timm. Sturm, der sich den Nahkampf aufzwingen und sich mit Körpertreffern zermürben ließ, fand dann auch eine Entschuldigung. "Ich wollte zeigen, dass ich fighten kann." Da Sturm bei seinem vorangegangenen Kampf in Hamburg vom Publikum ausgepfiffen worden war, weil er in der Schlussrunde als sicherer Sieger vor dem Gegner weglief und dabei jubelnd die Arme hochriss, wollte er nun an gleicher Stätte "etwas richtig stellen".
"Der Schuss ist nach hinten losgegangen", bemerkte Universums Technischer Leiter Jean-Marcel Nartz treffend.









