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Knapper Erfolg für Erdei

Freute sich über den Erfolg: Zsolf Erdei (Foto: ASE)
Ungar bezwingt Fragomeni in Sparkassen-Arena-Kiel mit schmeichelhaftem Punktsieg
Zsolt Erdei ist neuer WBC-Weltmeister im Cruisergewicht. Der Ungar, der kurz zuvor seinen WBO-Titel im Halbschwergewicht niedergelegt und somit seinem Schweriner Stallgefährten Jürgen Brähmer den Weg zum WM-Thron in diesem Limit geebnet hatte, setzte sich am Samstagabend in Kiel mit einem Punktsieg gegen den bisherigen WBC-Cruisergewichts-Champion Giacobbe Fragomeni durch.
Besonders in der Anfangsphase war Erdei der bestimmende Mann im Ring. Mit seiner Führhand und Schlagkombinationen, die er häufig mit rechten Haken zum Körper abschloss, spielte er seine Schnelligkeit aus und kam gegen den nach vorne marschierenden Italiener zu klaren Treffern. In der vierten Runde wurde der Kampf ausgeglichener. Im fünften Durchgang riss Fragomeni das Geschehen an sich.
Erdei schien dem Druck des Italieners in dieser Phase nicht mehr standhalten zu können. Immer wieder schlugen die Haken des 40-jährigen Cruisergewichtlers aus Mailand am Kopf des Ungarn ein. Darüber hinaus war Giacobbe Fragomeni in der Lage, mehrfach mit seinen Aufwärtshaken am Mann das Kinn des Widersachers zu testen, so dass Zsolt Erdei einige Male bedenklich wackelte.
Doch mit einer Energieleistung fand Erdei in den Kampf zurück. Ab der achten Runde bäumte sich der 35-Jährige wieder auf und war selbst in der Lage, mit schnellen Aktionen Treffer zu landen. Zwar erhöhte sein Kontrahent in den letzten beiden Durchgängen noch einmal den Druck, doch zum Sieg reichte es für den Italiener nicht mehr. Am Ende sahen die Punktrichter Erdei knapp mit 115:113, 115:113 und 114:114 vorne.
Im Kampf um die WBC-Interims-Weltmeisterschaft im Super-Federgewicht siegte der in Kasachstan geborene und in Stuttgart lebende Vitali Tajbert mit 116:112, 116:112 und 116:113 gegen den Mexikaner Humberto Mauro Gutierrez. Die WBA-Interims-WM im Super-Mittelgewicht erkämpfte Dimitri Sartison mit einem technischen K.o.-Erfolg in der sechsten Runde gegen den Kroaten Stjepan Bozic.









