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Samstag, 2003-02-08

Klitschko will Verfahren

Vitali Klitschko beantragt formelles Verfahren gegen Lewis

Der 31-jährige Schwergewichtler Vitali Klitschko hat beim Weltverband WBC (World Boxing Council) ein formelles Verfahren gegen Weltmeister Lennox Lewis aus Großbritannien beantragt. Es wird in diesen Tagen eröffnet und soll dann innerhalb von zwei Wochen entschieden werden. Dies gab das Management des Ukrainers bekannt.
Damit soll geklärt werden, ob der 37-jährige Lewis seinen WBC-Gürtel bis spätestens Anfang Juni gegen den WBC-Weltranglistenersten verteidigen muss, ob er zunächst gegen Mike Tyson antreten kann oder ob die WM-Krone vakant wird. Der von Fritz Sdunek trainierte Klitschko hat anscheinend die Hoffnung auf einen WM-Kampf gegen den Briten im Monat April noch nicht aufgegeben. Ob dies allerdings jetzt noch realistisch ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit gesagt werden.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lennox kneift. Dazu kenne ich ihn zu gut. Er hat in seiner Karriere bisher jede Herausforderung angenommen", äußerte sich der in Hamburg lebende Klitschko. "Wir werden jetzt Druck auf den Weltverband WBC machen und die Sache klären lassen, damit der Kampf im April noch zustande kommt", fuhr der Schwergewichtler fort.
Der Brite Lennox Lewis hatte seinen letzten Kampf am 8. Juni des vergangenen Jahres in Memphis, US-Bundesstaat Tennessee, bestritten und den Amerikaner Mike Tyson durch K.o. in der 8. Runde im Kampf um den WBC- und IBF-Titel besiegt. Nach dem Erfolg hatte der in London lebende Schwergewichtschampion pausiert und deshalb im September letzten Jahres seinen IBF-Gürtel niedergelegt.
Ursprünglich war anscheinend geplant, dass Lewis seinen Titel gegen den WBC- und WBA-Weltranglistenersten Vitali Klitschko verteidigen sollte. Doch nach zahlreichen Überlegungen kam der Schwergewichtschampion zu dem Entschluss, erst einmal den Kampf von Mike Tyson am 22. Februar gegen Clifford Etienne abwarten zu wollen, um dann voraussichtlich noch einmal gegen "Iron Mike" in den Ring zu steigen.
Ob das beantragte formelle Verfahren von Vitali Klitschko Aussicht auf Erfolg hat, muss erst einmal abgewartet werden. In erster Linie ist die Wirksamkeit dieser Vorgehensweise sicherlich davon abhängig, ob das World Boxing Council die laut dem Management von Klitschko bestehenden Verträge für ausreichend hält oder nicht.
Sollte Lewis allerdings nicht gegen den Urkrainer in den Ring steigen und die WBC-Krone tatsächlich abgeben müssen, dann wäre die logische Folge, dass der WBC-Weltranglistenerste, derzeit Vitali Klitschko, auf den Weltranglistenzweiten, zur Zeit Evander Holyfield (USA), trifft, um einen neuen Champion beim Weltverband WBC zu ermitteln.