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Sonntag, 2007-07-08

Klitschko will Revanche

Es war die wohl schwärzeste Stunde seiner Karriere: Am 10. April 2004 ging Wladimir Klitschko gegen Lamon Brewster schwer k.o.. Und das, obwohl er seinen Gegner in den ersten vier Runden klar dominierte. Nach einem Niederschlag sah der Ukrainer schon wie der neue WBO-Champion aus. Doch in der fünften Runde wendete sich das Blatt. Klitschko brach total ein, fing sich viele harte Treffer und ging mit Rundenende zu Boden. Am Samstag kommt es in der Kölnarena nun zum Rematch. "Ich freue mich, die Chance zu bekommen, noch einmal gegen Brewster antreten zu können", sagte IBF-Champion vor der mit Spannung erwarteten Revanche.
Die Vorwürfe der Manipulation - so behauptete Klitschkos Ecke damals, ihr Schützling sei vergiftet worden - sind längst vergessen. "Auf einmal hatte ich meine gesamte Kraft verloren. Ich weiß nicht, was passiert ist", erinnert sich Klitschko heute. "Aber ich habe die Niederlage akzeptiert und halte Lamons Sieg für fair. Ich sehe keine Parallelen zwischen dem Kampf am Samstag und dem von vor drei Jahren."

Der Anfang vom Ende im April 2004.
Seit der überraschenden Niederlage hat der Ukrainer nicht mehr verloren. Von Chris Byrd holte er sich im April vergangenen Jahres den IBF-Gürtel, den er danach gegen Calvin Brock und Ray Austin verteidigte. Mit Brewster wartet nun ein schwerer Brocken auf den 31-Jährigen. 29 seiner 33 Siege konnte er durch K.o. einfahren. "Ich habe Klitschko schon einmal ausgeknockt und werde das wieder tun", so die Ankündigung des Herausforderers.
Nicht vergessen hat Brewster die Anschuldigungen nach seinem spektakulären Erfolg. Die Manipulationsvorwürfe sind ihm übel aufgestoßen. "Wie Wladimir agiert kein echter Sportsmann. Klitschko sagt, dass der Sieg faul war. Das tat mir und dem ganzen Boxsport weh. Für mich bleibt ein bitterer Beigeschmack", sagte er im Sportbild-Interview. Dennoch dankt er Klitschko für die Chance, noch einmal gegen ihn in den Ring steigen zu dürfen. "Das hätte er nicht machen müssen. Gegen mich wollen nicht viele kämpfen", so der 34-Jährige.

Im März besiegte Wladimir Klitschko Pflichtherausforderer Ray Austin durch K.o. in der zweiten Runde. (Foto: Sumio Yamada)
An Deutschland hat der Amerikaner nur die besten Erinnerungen. Im September 2005 knockte er in Hamburg Luan Krasniqi in der neunten Runde aus. "Es macht mir nichts aus, in Deutschland zu kämpfen. Schließlich habe ich auch Krasniqi hier besiegt."