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Freitag, 2004-12-10

Klitschko vs. Williams

Klitschko unbeeindruckt von Williams Psycho-Attacken

Weltmeister Vitali Klitschko traute bei der letzten Pressekonferenz in Las Vegas seinen Ohren nicht. Herausforderer Danny Williams gab sich überraschend großmäulig. "Ich bin für einen Krieg bereit. Klitschko muss mir meinen WBC-Gürtel (World Boxing Council) geben", tönte er Kaugummi kauend. Wie Klitschko (34 Siege/2 Niederlagen) ist Williams (32/3) normalerweise kein Mann großer Worte. Die Protagonisten sind eher ruhige Familienmenschen. Doch drei Tage vor dem Kampf (ARD live/ 11.12.05 / gegen 04.00 Uhr MEZ) im Mandalay Bay Casino von Las Vegas, scheint der Brite langsam nervös zu werden.
In Anspielung auf Vitalis verletzungsbedingte Aufgabe im WM-Kampf gegen Chris Byrd (vor vier Jahren), höhnte der 31-Jährige: "Klitschko hat ein schwaches Herz und ist kein wahrer Krieger."
Zudem macht der zum Islam konvertierte Williams Wirbel um seinen Bart. So drohte er damit den Kampf platzen zu lassen, wenn die Nevada State Athletic Commission (NSAC) eine Rasur verlangt. Vor dem Wiegen wollte sich NSAC-Präsident Marc Ratner der Sache annehmen: "Sollte der Bart scheuern oder könnten dadurch Gesichtsverletzungen auftreten, werden wir ihn bitten, ihn abzuschneiden." Im Klitschko-Lager stört sich niemand an den Gesichtshaaren: "...zumindest solange darin kein Hufeisen versteckt ist", meinte Klitschkos PR-Manager.
Auch Williams-Trainer Jimmy McDonnell lästerte über den 2,02 m großen Ukrainer: "...der boxt wie ein Roboter." Sein Engagement beim Demokratisierungsprozess in seiner Heimat benutze Vitali als vorzeitige Entschuldigung für seine Entthronung, mutmaßt der frühere Federgewichtler.
Von den Sticheleien lässt sich der 3:1-Wett-Favorit vor seiner ersten Titelverteidigung nicht beeindrucken. Der 33-Jährige wirkt gelöst wie nie vor einem wichtigen Faustgefecht.
Vor vier Monaten hatte Williams mit seinem K.o.-Sieg gegen Mike Tyson, Kitschkos Traum von einem Kampf gegen "Iron Mike" zerstört. Jetzt will er Williams Traum vom Titelgewinn zerstören. "Ich werde gewinnen und der Fight geht nicht über zwölf Runden", versicherte er selbstbewusst.
Der in Deutschland kostenlose Kampf wird in Amerika als Pay-Per-View-Übertragung für ein Entgelt von 49,95 Dollar ausgestrahlt und live in 70 Ländern zu sehen sein.