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Donnerstag, 2003-05-22

Klitschko reif für Lewis?

Gegen Larry Donald geht es in Dortmund um eine Menge

Mit Spannung wird von vielen Boxsportexperten der Ausgang des Aufeinandertreffens zwischen Vitali Klitschko und Larry Donald am heutigen Samstagabend in der Dortmunder Westfalenhalle erwartet. Dabei geht es für beide Kontrahenten um eine Menge.
Der 31-jährige Ukrainer Klitschko könnte sich mit einem Sieg noch einmal für einen Kampf um den WBC-Titel im Schwergewicht gegen Lennox Lewis empfehlen. Eine Auseinandersetzung im Ring mit dem Briten ist bereits für den 8. März in Las Vegas angedacht, schließlich ist Klitschko als Nummer eins der WBC-Weltrangliste der Pflichtherausforderer des Engländers.
Bei einer Niederlage könnte dieser Traum natürlich auch wie eine Seifenblase zerplatzen. "Es ist der wichtigste Kampf meiner Laufbahn", lautete so im Vorfeld auch die Aussage des Schützlings von Trainer Fritz Sdunek. Deshalb ist vor dem Ringgefecht auch äußerste Konzentration im Klitschkolager angesagt, die dem in Hamburg lebenden Schwergewichtler momentan durchaus schwer fallen könnte. Denn ausgerechnet für Sonntag erwartet Frau Natalia in Los Angeles die Geburt des zweiten Kindes. So wird der Internationale Meister der WBA nach dem Kampf sofort zu seiner Frau aufbrechen, um bei der Geburt seiner Tochter vor Ort dabei zu sein.
Bleibt zu hoffen, dass sich Vitali Klitschko unter diesen Umständen gedanklich voll auf das Ringgefecht mit Widersacher Donald eingestellt hat. Darüber hinaus gibt es noch einen zweiten Unsicherheitsfaktor. Eigentlich sollte der Fight zwischen beiden Kontrahenten ja bereits im Juli stattfinden, doch der Ukrainer verletzte sich vorher und musste an der Bandscheibe operiert werden. Nach der Verletzung steht dem 31-Jährigen heute der erste Kampf nach seiner Verletzung bevor - eine Tatsache, die ihn sicherlich auch gedanklich beschäftigen und hemmen könnte.
Aber auch für Larry Donald ist der Ausgang des Aufeinandertreffens um die WBA-Internationale Meisterschaft von enormer Bedeutung. Der 35-Jährige bestritt bisher 43 Profikämpfe, von denen er 39 gewann, zwei mit einem Unentschieden beendete und zwei verlor. Der Amerikaner, der auf Platz zehn der WBA-Weltrangliste steht, kommt mit einem Kampfgewicht von 102,3 Kilogramm nach Dortmund (Klitschko 111,9 kg) und hat sich in den letzten Wochen zusammen mit seinem Team akribisch auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet.
Ein Sieg gegen Klitschko würde den Schwergewichtler aus Cincinnati, US-Bundesstaat Ohio, in den Weltranglisten noch einmal ganz weit nach vorne bringen und könnte auch für Donald der Türöffner für einen WM-Kampf werden. Dieser Tatsache ist sich der Amerikaner natürlich bewusst, deshalb will er in der Westfalenhalle seine Klasse unter Beweis stellen und den Ring als Sieger verlassen. "Gegen Klitschko werde ich bis zum Äußersten kämpfen und niemals aufgeben. Es gibt nichts, was Vitali tun kann, um mich zu bezwingen", sagte Donald im Vorfeld des Kampfes und bestätigt damit, dass er nicht zum Verlieren nach Dortmund gekommen ist.