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Sonntag, 2007-11-04

Klarer Erfolg für Britsch

Kurzer Schreck bei Urteilsverkündung

Achter Sieg im achten Profikampf für Halb-Mittelgewichtler Dominik Britsch: Der Neckarsulmer setzte sich am Dienstagabend im Casino Vilamoura an der portugiesischen Algarve einstimmig nach Punkten gegen den 28-jährigen Algerier Ali Benchabla durch.

Dominik Britsch blieb im achten Profikampf ungeschlagen (Foto: Schneider)
Schon in der Anfangsphase bestimmte der Deutsche das Geschehen im Ring mit seiner Führhand und ersten Körperhaken. Nachdem sich beide Kontrahenten im ersten Durchgang noch ein wenig abtasteten, erhöhte Britsch in der zweiten Runde den Druck.
Im Vorwärtsgang agierend brachte er in der Folge mehrmals seine harten rechten Haken zum Körper ins Ziel. Trotz hoher Schlagfrequenz fanden seine Geraden zunächst nur selten das gewünschte Ziel, da Benchabla in der Deckung geschickt agierte.
Im vierten Durchgang kam Britsch dennoch hart mit seiner rechten Schlaghand zum Kopf des Gegners durch. In der fünften Runde nutzte aber auch der in Frankreich lebende Kontrahent eine Deckungslücke beim 19-Jährigen, um mit der Rechten zu einem Treffer zu kommen.

Immer wieder drängte Dominik Britsch seinen Gegner zurück
Ab dem sechsten Durchgang erhöhte der Deutsche noch einmal das Tempo und drängte den von Jean-Paul Gobet trainierten Konkurrenten mit schnellen Hakenserien auf den Körper und zum Kopf zurück, so dass der Gegner in Bedrängnis geriet.
Zu Beginn der Schlussrunde lieferten sich beide Widersacher einen offenen Schlagabtausch. Britsch hatte auch in dieser Situation den längeren Atem. Obwohl er vehement versuchte, den Kampf noch vorzeitig für sich zu entscheiden, rettete sich Benchabla über die Zeit.
Eine Schrecksekunde gab es dann bei der Verkündung des Siegers. Der portugiesische Ringsprecher hatte offenbar den Zettel mit dem offiziellen Urteil falsch interpretiert und verlas zunächst den Algerier Ali Benchabla als Punktsieger des Acht-Runden-Fights.

Ende gut, alles gut: Dominik Britsch wird doch noch als Sieger verkündet
Doch das Kampfgericht machte ihn umgehend auf seinen Irrtum aufmerksam, so dass er mit Dominik Britsch den tatsächlichen Gewinner des Aufeinandertreffens verkündete. "Das war ein Schreck", sagte Georg Bramowski, der als Trainer in der deutschen Ecke fungierte, hinterher.
"Mir war gleich klar, dass es nur ein Irrtum sein kann", beschrieb Dominik Britsch die Situation. Mit seiner Leistung sei er sehr zufrieden gewesen. "Ich wollte auf jeden Fall sieben Runden boxen, um einfach mal über eine längere Distanz zu gehen", so der Neckarsulmer.
"Zum Schluss merkte ich, dass ich noch genügend Kraftreserven habe. Deshalb erhöhte ich das Tempo und versuchte, eventuell doch noch vorzeitig zu gewinnen. Doch Ali Benchabla war hart im Nehmen, so dass er über die Runden kam", so Britsch.

Payakchai Sithparadorn unterlag Ali Chebah (Fotos 2-4: Grupo Superstar Boxing)
Im Hauptkampf des Abends ging es im Casino Vilamoura um die WBC-Interims-Junioren-WM im Halb-Weltergewicht. Dabei setzte sich der 22-jährige Franzose Ali Chebah mit einem K.o.-Sieg in der vierten Runde gegen Payakchai Sithparadorn (Thailand) durch.