Deutsch English
29.09.2016
Top-Thema

Pressekonferenz Berlin

Verbrennungsgefahr: Brähmer warnt Cleverly vor "Hölle" Neubrandenburg!

Kampfwoche gestartet!

Tierische Pressekonferenz: "Löwe" Cleverly will "Wolf" Brähmer erlegen!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Sonntag, 2002-08-25

King gewinnt gegen Ruiz

Der Kampf zwischen Mike Tyson und John Ruiz am 9. 11. steht auf der Kippe

Der Antrag des WBA-Schwergewichtsweltmeisters John Ruiz, ihn zeitlich begrenzt vom Vertrag mit Boxpromoter Don King zu entbinden, wurde von einem New Yorker Distriktgericht abgewiesen. Auch die Garantie, dass Don King an den Einnahmen eines Kampfes zwischen Ruiz und Mike Tyson in Form einer zuvor hinterlegten Geldsumme beteiligt würde, half dem Begehren des WBA-Champions nicht weiter.
Zwar forderte die Richterin Laura Taylor Swain den Promoter auf, fair und in bestem Gewissen an einem Kampf zwischen Ruiz und Tyson zu arbeiten, doch ob dieses Duell zustande kommt, ist mehr als fraglich. Mike Tyson hatte es zuvor abgelehnt, mit King wieder zusammenzuarbeiten. Der Ex-Weltmeister hatte seinen früheren Promoter vor wenigen Monaten auf 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz aus entgangenen sowie nicht ausgezahlten Einnahmen verklagt.
"Ich danke Gott für das amerikanische Justizsystem. Ich werde mit Volldampf weitermachen und versuchen, den Kampf auf die Beine zu stellen", freute sich der siegreiche 71 Jahre alte Promoter mit der Sturmfrisur. Kings vor wenigen Tagen noch gehegte Forderung nach Beilegung des Rechtsstreites mit Tyson vor einem Kampf seines Athleten gegen den früheren Champion hat der Promoter inzwischen fallen gelassen. Lediglich eine Rückkampfgarantie wolle King von Tyson noch haben, sollte er gewinnen. Dies sei zum Schutze seines Mandanten. Doch Tyson hatte diese Forderung ebenfalls abgelehnt, da er nur einen einzigen Kampf gegen Ruiz bestreiten wolle.
"Ich behalte mir das Recht vor, über begrenzte Optionen für Tysons Pflichten zu verhandeln. Die WBA hat einen Paragraphen, der direkte Rückkämpfe verbietet. Daher ist alles, was ich möchte, eine freiwillige Verteidigung des Titels von Ruiz und danach einen Rückkampf", erklärte King der Richterin. Die zeitlich begrenzte, gerichtliche Verfügung, die vom Ruiz-Team angestrebt wurde, ist eine Möglichkeit, in dringenden Fällen vor einem Gerichtsprozess einen Erlass zu erwirken. So hätte Ruiz bei einem für ihn positivem Urteil den Kampf ohne seinen Promoter bestreiten können.
Das Team um den WBA-Champion glaubt, dass King seine Interessen vertritt und nicht die von Ruiz. Dadurch könnte für den Schwergewichtler puerto-ricanischer Abstammung die Chance auf den Kampf seines Lebens verloren gehen. Sollte bis zum 6. September keine Einigung zwischen King und Tyson erzielt werden, dann will Anthony Cardinale, der Anwalt von Ruiz, vor Gericht ziehen, um den Vertrag mit King zur Disposition zu stellen und den Promoter auf Schadensersatz zu verklagen.