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Sonntag, 2009-03-15

Kiel - der große Bericht

Die weiteren Kämpfe im Überblick

 

Großartige Atmosphäre in der Sparkassen-Arena in Kiel! Dabei gab es aus der Sicht des Sauerland-Teams viele Gründe zum Jubeln. Neben den WM-Erfolgen von IBF-Champion  Arthur Abraham und der Weltergewichtlerin Cecilia Braekhus, dem Gewinn der IBF-Junioren-WM durch Dominik Britsch und dem erfolgreichen Einstand von Lamon Brewster im Sauerland-Team hatte auch das weitere Programm einige Höhepunkte zu bieten. Insgesamt standen acht Kampfpaarungen auf dem Programm…

 

1. Kampf: Virgilius Stapulionis (Litauen) vs. Thomas Troelenberg (Deutschl.)

 

Zum Auftakt des Abends standen sich in Kiel Virgilius Stapulionis und der Deutsche Meister im Mittelgewicht Thomas Troelenberg gegenüber. Dabei war es zunächst der Litauer, der seinen Gegner mit rechten Haken zum Körper und schnellen Führhänden attackierte. Auch seine rechte Gerade sorgte einige Male für Gefahr. Im zweiten Durchgang hielt der 22-Jährige das Tempo hoch und erkämpfte sich somit zunächst weiter Vorteile. Sein in Greifswald geborener Kontrahent war erst einmal nicht in der Lage, selbst Akzente zu setzen. Stapulionis blieb mit rechten Haken zum Kopf gefährlich. Doch dann kam Troelenberg wie aus heiterem Himmel mit einer Links-Rechts-Kombination zum Kopf des Konkurrenten durch. Sein Gegner ging schwer getroffen zu Boden, so dass der Kampf nach zwei Minuten und sieben Sekunden entschieden war. Für den Deutschen war es der 18. Sieg im 18. Profifight. Zum zehnten Mal gewann er einen Kampf vorzeitig.

 

Offizielles Urteil: Sieger Troelenberg durch K.o. in der dritten Runde

 

 

2. Kampf: Sascha Faelber (Deutschland) vs. Martin Kempf (Deutschland)

 

Im ersten Fight unter der Regie seines neuen Trainers Karsten Röwer hinterließ Martin Kempf einen ordentlichen Eindruck. Gegen den zuvor in fünf Profikämpfen ungeschlagenen Sascha Faelber aus Siegburg übernahm der 20-Jährige schnell das Kommando im Ring und dominierte den Fight von der Ringmitte aus mit der Linken. Im zweiten Durchgang hielt Faelber allerdings besser dagegen und kam zu einigen guten Angriffsaktionen. In der dritten Runde erkämpfte sich Kempf wieder Vorteile. Und auch in der Folge wirkte der in Berlin trainierende Cruisergewichtler mit seiner Führhand und vereinzelten rechten Händen zum Kopf und auf den Körper aktiver. In Durchgang fünf schlug dann an den Ringseilen eine harte Rechte am Kopf des 26-jährigen Konkurrenten ein, doch Faelber hielt sich auf den Beinen. Wenig später musste er zu Boden, doch Ringrichter Ingo Barrabas wertete die Situation zu Recht als Tiefschlag. Im sechsten Durchgang traf der Siegburger seinen Gegner allerdings mit einer rechten Geraden am Kopf. In der Schlussphase wirkte Martin Kempf deutlich effektiver. In der achten Runde wurde Faelber nach einem Körpertreffer sogar angezählt, so dass sein Gegner am Ende einstimmig nach Punkten vorne lag.

 

Offizielles Urteil: Sieger Kempf (einstimmig) nach Punkten

 

 

3. Kampf: Fares Sahawneh (Italien) vs. Marcos Nader (Österreich)

 

Mit Spannung wurde das Profidebüt von Marcos Nader erwartet. Und der von Otto Ramin trainierte Mittelgewichtler zeigte gegen den Ägypter Fares Sahawneh gleich, warum man in Österreich so große Hoffnungen in ihn setzt. Schnell schlug eine erste harte Rechte am Kopf des Gegners ein, der wiederrum einmal mit links gut zum Kopf konterte. Nader agierte auch weiterhin sehr schnell und überaus beweglich auf den Beinen. Seine Treffer hinterließen erste Spuren - das linke Auge des in Italien lebenden Widersachers schwoll noch im ersten Durchgang an. In der zweiten Runde sorgte Nader weiterhin mit seinen Körperhaken und Links-Rechts-Kombinationen zum Kopf für Gefahr. Im dritten Durchgang kassierte er jedoch einen tiefen Cut über dem rechten Auge, der durch einen unabsichtlichen Kopfstoß entstanden war. Der Österreicher antwortete mit wütenden Angriffen auf diese Situation und erarbeite sich nun noch deutlichere Vorteile. Im vierten Durchgang war er vor allem mit seinen rechten Haken zum Kopf und Körper überlegen, so dass er den Ring am Ende verdient als Punktsieger (40:36, 40:36 und 40:36) verließ.

 

Offizielles Urteil: Sieger Nader (einstimmig) nach Punkten

 

 

4. Kampf: Werner Kreiskott (Deutschland) vs. Jens Krull (Deutschland)

 

Schon als der 2,09 Meter große Schwergewichtler Jens Krull über die Seile hinweg den Ring betrat, ging ein Raunen durch das Publikum der Sparkassen-Arena-Kiel. Gegen Werner Kreiskott wollte der in Hagenow geborene Schwergewichtler offenbar keine Kompromisse eingehen. Immer wieder drängte er den Konkurrenten aus Wuppertal an die Ringseile zurück, um mit seinen rechten Händen zum Erfolg zu kommen. Doch der an Reichweite eindeutig unterlegene Kreiskott wehrte sich tapfer, auch er kam mehrmals mit linken und rechten Schwingern zum Kopf des Widersachers durch. In der zweiten Runde wurde es für ihn aber wieder gefährlicher. Mehrfach schlugen Krulls rechten Hände an den Ringseilen und in den -ecken am Kopf des 30-Jährigen ein. Im dritten Durchgang wirkte das Geschehen etwas ausgeglichener. Da Jens Krull aber auch in den letzten drei Minuten des Fights nicht mehr viel anbrennen ließ, steuerte der 19-jährige Schwergewichtler schließlich einen klaren Punktsieg an und baute seinen Kampfrekord auf sechs Erfolge aus sechs Profikämpfen aus.

 

Offizielles Urteil: Sieger Krull (einstimmig) nach Punkten

 

Fotos: SE

 

[F.B.]