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Sonntag, 2012-05-06

Kessler bereitet sich auf Green vor

Mikkel Kessler

Kessler schlägt brachial in die Pratzen von Jimmy Montoya (Foto: SE)

Mikkel Kessler: "Im Halbschwergewicht schlage ich jetzt noch härter zu!"

Am 19. Mai trifft der Däne Mikkel Kessler im heimischen PARKEN Stadion in Kopenhagen auf den US-Amerikaner Allan Green, um den WBC-Silver-Titel im Halbschwergewicht zu erringen. Dies wird der erste Titelkampf des dänischen Superstars in der für ihn neuen Gewichtsklasse sein. In der laufenden Vorbereitung lud Kessler am Donnerstag in sein Gym nahe Kopenhagen ein, um Aufschluss über seine Form zu geben. Er äußerte sich dabei unter anderem zu seiner gestiegenen Schlagkraft.

Zum ersten Mal boxen Sie in Ihrer Karriere im Halbschwergewicht. Läuft die Vorbereitung bisher zu Ihrer Zufriedenheit?

Mikkel Kessler: Es läuft alles super. Ich habe ein paar Pfund zugelegt und schlage jetzt noch härter zu. Zu meiner Überraschung musste ich auch feststellen, dass ich nichts von meiner Schnelligkeit verloren habe. Meine Schlagkraft wird im Halbschwergewicht eine noch größere Waffe sein, um Kämpfe zu entscheiden.

Sie haben seit Juni letzten Jahres nicht mehr im Ring gestanden. Es muss ein großartiges Gefühl sein, wieder in den Ring zu steigen, oder?

Mikkel Kessler: Absolut. Es ist sehr hart für mich, solange nicht mehr im Ring gestanden zu haben. Das bekommen zurzeit vor allem meine Sparringspartner zu spüren. Mein Trainer Jimmy Montoya muss mich regelrecht zügeln und sagt, dass ich es ruhiger angehen lassen soll. Ich kann es halt kaum abwarten, gegen Allan Green anzutreten.

Was denken Sie über Ihren Gegner Allan Green?

Mikkel Kessler: Ich denke wirklich viel über ihn nach. Er ist ständig in meinem Kopf - er ist die letzte Sache, an die ich denke, wenn ich schlafen gehe und das Erste, wenn ich aufwache. Wir haben jede seiner Bewegungen studiert, so dass er mich am 19. Mai nicht überraschen wird. Er ist recht flink und körperlich stark, aber wenn wir uns im Ring des PARKEN Stadions treffen, werde ich ihm eine Lektion in Sachen Boxen erteilen.

Und wie soll diese Lektion aussehen?

Mikkel Kessler: Green wird der Erste sein, der meine neu hinzugewonnene K.o.-Power zu spüren bekommt. Er wird nicht das Glück meiner Sparringspartner haben, mit Kopfschutz und Trainingshandschuhen gegen mich anzutreten und somit wohl eine unliebsame Begegnung mit dem Ringboden machen. Er ist ja selbst ein schlagkräftiger Boxer, aber solche Typen mögen es meistens nicht, selbst hart getroffen zu werden. Ihre Nehmerfähigkeiten sind halt des Öfteren nicht die besten. Ich glaube nicht, dass Allan Green mit mir über die volle Distanz von zwölf Runden gehen kann, aber wirklich herausfinden werden wir es erst am 19. Mai.