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Schon beim zweiten Fight im letzten Jahr überschlugen sich die Experten vor Lob
Kentikian unterliegt McMorrow

Durfte diesmal nicht jubeln: Susianna Kentikian (Foto: Marianne Müller)
WM-Niederlage in Frankfurt an der Oder - Pianeta gewinnt gegen "Box-Oldie" McCall
Die Profikarriere von Susianna Kentikian erhält ihren ersten richtigen Dämpfer. Im Kampf um die WBA-, WBO- und WIBF-WM im Fliegengewicht kassierte die 24-Jährige am Mittwoch eine Niederlage. In der Brandenburghalle in Frankfurt an der Oder unterlag sie der Herausforderin Melissa McMorrow (USA) knapp nach Punkten (94:96, 94:96 und 95:95). Damit musste sich die in Armenien geborene Kämpferin, die in Hamburg lebt, im 31. Profifight erstmals geschlagen geben.
Gegen die zunächst sehr beweglich und offensiv agierende Kontrahentin hatte Kentikian zu Beginn Mühe, Akzente zu setzen. Zudem erwies sich die 30-jährige US-Herausforderin als durchaus schlagstark. In den späteren Runden des Aufeinandertreffens steigerte sich die Titelverteidigerin zwar, aber das reichte nicht mehr, um auf den Wertungszetteln der Punktrichter vorn zu liegen. Daran änderte auch eine spektakuläre Schlussrunde nichts. Damit war Kentikian ihre WM-Titel los.
"Ich hatte nichts zu verlieren. Ich bin gekommen, um zu gewinnen", sagte Überraschungs-Weltmeisterin Melissa McMorrow nach dem Fight, in dem sie ihre Bilanz auf sieben Siege und drei Unentschieden aus 13 Profikämpfen verbessert hatte. "Jetzt muss ich den Sieg erst einmal sacken lassen und warten, was passiert."
Im Schwergewicht kam der frühere Sauerland-Profi Francesco Pianeta zu einem Achtungserfolg über Oliver McCall. Gegen den inzwischen 47-jährigen Ex-Weltmeister aus den USA gewann er einstimmig nach Punkten (98:92, 97:93 und 99:91).
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