Deutsch English
04.12.2016
Top-Thema

Ergebnisse Karlsruhe

Alle Resultate vom 3. Dezember aus der Ufgauhalle im Überblick

Wiegen in Karlsruhe

Hauptkämpfer gehen vor Titelkämpfen am Samstag über die Waage!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Montag, 2009-02-23

Karo Murat im Interview

Volle Konzentration auf Cristian Sanavia

Am Donnerstagnachmittag beendete Europameister Karo Murat seine Sparringsphase. Aktive Erholung lautet jetzt das Motto der nächsten Tage, ehe es am 28. Februar im Jahnsportforum Neubrandenburg bei der Pflichtverteidigung gegen den Italiener Cristian Sanavia ernst für den Schützling von Erfolgscoach Ulli Wegner wird. Im Trainingslager in Kienbaum stellte sich der in Kitzingen aufgewachsene Murat vor dem EM-Fight unseren Fragen…

Europameister Karo Murat blieb bislang in 18. Profikämpfen siegreich

Herr Murat, am 28. Februar treffen Sie erneut auf Cristian Sanavia, den Sie im April letzten Jahres als Europameister entthront hatten. Mit welchem Gefühl gehen Sie in diesen Kampf?

Karo Murat: Ich nehme den Kampf sehr erst, genau wie beim ersten Mal als ich gegen Sanavia boxte. Nicht jeder bekommt in seiner Laufbahn die Chance, Europameister zu sein. Für mich ist das eine große Ehre. Deshalb habe ich in den vergangenen Monaten sehr hart trainiert und bin sehr konzentriert.

Vielleicht denken einige Menschen, dass es kein schwerer Kampf wird, weil Sie Sanavia schon einmal geschlagen haben. Wie sehen Sie das?

Karo Murat: Der Sieg im letzten Jahr ist Vergangenheit. Ich darf mich nicht davon blenden lassen. Ich habe mich für diesen Kampf wieder neu motiviert und bin zu hundert Prozent bei der Sache. Ich gehe davon aus, dass der Kampf am 28. Februar genauso schwer wird, wie im letzten Jahr.

Da Sanavia von der EBU zum Pflichtherausforderer ernannt wurde, können Sie diesem Kampf nicht aus dem Wege gehen…

Karo Murat: Nach dem EM-Titelgewinn war ja zunächst Carl Froch als Pflichtherausforderer vorgesehen. Auch gegen ihn wäre ich angetreten. Doch er entschied sich, um die WBC-WM zu boxen und eroberte den WM-Gürtel. Deshalb konnte ich im September 2008 auch eine freiwillige Titelverteidigung bestreiten. Weil Froch nicht gegen mich kämpfen wollte, ernannte die EBU dann Sanavia zum Pflichtherausforderer. Ich boxe gerne gegen einen so bekannten und guten Mann, wie er es ist. Ich schätze ihn als Sportler und als Menschen.

Der 25-jährige Murat bereitete sich sehr konzentriert auf den EM-Fight vor

Vor dem ersten Kampf waren Sie für viele eher in der Außenseiterrolle, wie sieht es diesmal aus?

Karo Murat: Gut, vielleicht war das letztes Mal so. Aber ich verlasse mich eh nicht darauf, wer Favorit ist und wer nicht. Denn wenn man im Ring steht, hat das keine Bedeutung mehr.

Weil es der zweite Kampf zwischen beiden Kontrahenten ist, kann man auch die beiden Vorbereitungen auf den jeweiligen Fight miteinander vergleichen. Welche war besser, die im letzten oder die in diesem Jahr?

Karo Murat: Von meinem Trainingseinsatz her waren beide Vorbereitungen gleich. Aber ich würde sagen, diesmal war das Training bewusster und effektiver. Ich bin noch konzentrierter, denn ich weiß relativ genau, was auf mich zukommt. Im ersten Kampf gab es Dinge, die mir nicht gefallen haben. An denen konnte ich jetzt arbeiten. Ich würde deshalb sagen, dass ich bestens vorbereitet bin.

Wenn man in so einen Kampf geht, hat man dann verschiedene Strategien vor Augen, wie man kämpfen wird?

Karo Murat: Das hängt natürlich auch vom Gegner ab. Wenn man weiß, wie er boxt, kann man sich sehr gut darauf einstellen. Aber vielleicht hat auch Sanavia ein paar Überraschungen parat. Deshalb gibt es immer verschiedene Wege, die zum Erfolg führen können. Ich hatte in den letzten Wochen zwei sehr gute Sparringspartner und konnte somit auch verschiedene Varianten einstudieren.

Wieder Gegner: Karo Murat (r.) und Cristian Sanavia (l.) (Fotos: SE)

Was sind Ihre nächsten Ziele, falls Sie 28. Februar gewinnen sollten?

Karo Murat: Dazu kann ich noch gar nichts sagen. Erst einmal will ich gegen Sanavia bestehen und damit beweisen, dass ich ein würdiger Europameister bin. Der Kampf wird wieder neue Erfahrungen und Erkenntnisse bringen. Wenn er vorbei ist, werde ich mit meinem Trainer und mit meinem Manager darüber sprechen, welches die nächsten Schritte sein werden.