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23.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Mittwoch, 2006-12-13

Junge Wilde in Kempten

"Junge Wilde" im Sauerland-Team
Britsch, Frenkel, Kempf und Murat – diese vier Namen sollte man sich merken. Denn wer als Profi beim Sauerland-Team einsteigt, bringt neben Talent und Willen auch noch das Potential mit, es bis ganz nach oben zu schaffen. So auch diese vier Youngster, die das Jahr 2006 sicher nie vergessen werden.
Einen ganz besonderen Berufsein- und aufstieg hat dabei Dominik Britsch genossen. Als in der elften Klasse das Schulpraktikum anstand, schickte er eine Bewerbung mit DVDs von seinen Kämpfen zu Sauerland. Nur einen Tag später klingelte in Neckarsulm das Telefon. Am anderen Ende der Leitung war Sportdirektor Hagen Döring und lud den damals 18-Jährigen nach Berlin ein. Eine Woche verbrachte der Halbmittelgewichtler als Praktikant in der Bundeshauptstadt. In den Sommerferien durfte er wiederkommen. Ulli Wegner war begeistert – Britsch unterschrieb einen Profivertrag. Bis zu seinem Abitur im Jahre 2008 wird er nun zwischen Neckarsulm, wo er im Gym seines Vaters Jürgen trainiert, und Berlin pendeln.

Dominik Britsch in Aktion.
Auch in Frankfurt/Oder wimmelt es nur so von Talenten. Dort hat Olympiasieger Manfred Wolke ein vielversprechendes Trio unter seine Fittiche genommen. Während Neoprofi Kempf in Kempten zum ersten Mal in den Ring steigt, haben Frenkel und Murat ihr Können bereits unter Beweis gestellt. Letzterer hat dabei als Kurzarbeiter geglänzt – in keinem seiner drei Kämpfe benötigte Murat länger als eine Runde, um den Gegner auf die Bretter zu schicken. Der 23-Jährige schlägt einen hammerharten linken Haken.

Wird Karo Murat in Kempten länger als eine Runde im Ring stehen?

Auch bei seinem Freund Alexander Frenkel, mit dem er einen Großteil seiner Freizeit verbringt, ist der Sprung ins Profi-Leben geglückt. Drei Siege in drei Kämpfen stehen für den gebürtigen Ukrainer zu Buche. In seiner Freizeit lässt er ebenfalls die Finger fliegen – dann aber auf dem Klavier. Seine Eltern waren leidenschaftliche Musiker, und sobald er in Frankfurt eine Wohnung gefunden hat, will er wieder Unterricht nehmen. Zusammen mit Murat freut er sich auf den Auftritt im Allgäu: "Wir haben ja beide in Würzburg geboxt und von dort werden sicher viele Freunde und Bekannte zum Zugucken kommen", so Frenkel.

Auch Alexander Frenkel freut sich auf den Auftritt im Allgäu.>