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NEWS
Dienstag, 2002-02-26

Jones und Hopkins

Mit ungewöhnlichen Aktionen machen Roy Jones und Bernard Hopkins Werbung für den Sport

In Zeiten, in denen der internationale Boxsport zeitweise unter den Schlagzeilen des früheren Schwergewichtsweltmeisters Mike Tyson zu leiden hat, gibt es auch sehr viele gute Neuigkeiten zu berichten. Zwei außergewöhnliche Athleten, die vielleicht bald im Ring aufeinandertreffen werden, sorgen nämlich zur Zeit für positive Schlagzeilen nicht nur für sich, sondern auch für den gesamten Boxsport. Während der Champion im Mittelgewicht Bernard Hopkins sich in Puerto Rico um Jugendliche kümmert, erlöst der Halbschwergewichtsweltmeister Roy Jones ein Frauen-Football-Team von seinen Schuldensorgen.
Hopkins ist auf der Mission ein Versprechen einzulösen, welches er den Puerto Ricanern gegeben hatte, nachdem er gegen ihren ungeschlagenen Nationalhelden Felix Trinidad im Kampf um die WM-Gürtel der IBF, WBA und WBC im vergangenen Jahr gewonnen hatte. "Ich glaube Trinidad ist ein wahrer Champion, da er wirklich immer gegen die Besten geboxt hat und mir die Chance gab, gegen ihn zu kämpfen, obwohl er es nicht musste", sagte Hopkins in San Juan, der Hauptstadt von Puerto Rico. Im Vorfeld des damaligen Kampfes kam es zu einigen Aktionen, die der Champion im nachhinein bedauerte. Daher reiste er nun nach Puerto Rico, um neben einem Jugendboxcamp auch ein Heim für behinderte Kinder und ein Altenheim zu besuchen.
Laut einer Sprecherin der "National Womens Football League", hat Roy Jones in seiner Heimatstadt Pensacola im US-Bundesstaat Florida das Frauen-Football-Team vor dem Aus bewahrt. Mit seiner Investition ist er gleichzeitig Besitzer des Teams und garantiert den weiteren Verbleib in der "National Womens Football League". Die erfolgreiche Mannschaft Pensacola Powers hat regelmäßig 5.000 Fans und und musste sich in der vergangenen Saison in neun Matches nur im Endspiel geschlagen geben. Zu Stande gekommen war der Kontakt zum Team durch die Powers-Mitspielerin Tammy Lowrey-Ridgley, die Jones beim Training assistiert. "Es ist als ob einem 1.000 Pfund von den Schultern genommen werden. Jetzt können wir uns wieder auf den Football konzentrieren", sagte Lowrey-Ridgley.
Vielleicht sind die Aktionen der beiden Ausnahmeathleten ja ein Indiz für ein baldiges Aufeinandertreffen der unumstrittenen Champions in ihren Gewichtsklassen – die Boxfans würde es freuen. Auf jeden Fall machen Jones und Hopkins mit ihren großen Gesten Werbung für den Sport auch außerhalb der Olympischen Bewegung.