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Donnerstag, 2003-03-06

Jones muss sich entscheiden

Roy Jones Jr. muss sich entscheiden, ob er weiter im Schwergewicht antreten will

Es war ein historischer Sieg gegen John Ruiz am Samstag, den Roy Jones Jr. erreichte. Nach dem Erfolg von Michael Spinks im Jahre 1985 gegen Larry Holmes, gelang es wieder einem aus dem Halbschwergewicht kommenden Athleten, einen Schwergewichtsgürtel zu holen. Jetzt muss sich der neue WBA-Weltmeister in der Königsklasse allerdings Gedanken machen, wie es weitergehen soll.
Zur Zeit ist der 34-jährige Amerikaner WBC-Weltmeister im Halbschwergewicht, WBA-Super-Champion im Halbschwergewicht und WBA-Champion im Schwergewicht. Damit trägt er bei der World Boxing Association zwei Titel in verschiedenen Gewichtsklassen. Das Reglement des Weltverbandes besagt, dass sich der Inhaber der Gürtel innerhalb von 10 Tagen für eine Gewichtsklasse entscheiden muss.
Diese Aussage soll deshalb innerhalb der nächsten sieben Tage getroffen werden. Das jedenfalls sagte Gilberto Jesus Mendoza von der World Boxing Association. Sollte sich Roy Jones entscheiden, weiter im Schwergewicht zu boxen, könnte auch ein Kampf gegen den Weltranglistenersten der WBA im Schwergewicht, Vitali Klitschko, anstehen.
Dieses rief anscheinend Unbehagen bei Promoter Don King hervor. "Der Kampf ist nicht in Arbeit. Er [Vitali Klitschko; Anm. der Red.] ist nicht der vorgeschriebene Herausforderer der WBA, weil er nicht die Sanktionierungsgebühr für den Kampf gegen Larry Donald um die Herausfordererschaft an die WBA gezahlt hat", sagte der Promoter mit der Sturmfrisur laut dem Internetportal Fightnews. Außerdem zweifelte Don King an, dass sich Jones tatsächlich so schnell für eine Gewichtsklasse entscheiden müsse.
Doch eigentlich stellt sich ja eher die Frage, welche Entscheidung der Athlet selbst trifft. Und da könnte man vermuten, dass Roy Jones Jr. doch wieder im Halbschwergewicht kämpfen wird. "Ich fühle mit nicht als richtiger Schwergewichtler. Ich machte diesen Kampf, um Boxgeschichte zu schreiben", sagte der 34-Jährige nach seinem historischen Sieg.
Auch wenn er vom WBC-Weltmeister im Schwergewicht Lennox Lewis für seinen Fight sehr gelobt wurde, plant der Amerikaner nicht, gegen den Briten in den Ring zu steigen. Anders scheint es allerdings mit dem IBF-Champion der Königsklasse, Chris Byrd, auszusehen. Ein Aufeinandertreffen mit dem 32-jährigen Titelträger der IBF wollte Roy Jones Jr. nicht ausschließen. "Wenn es dafür genug Geld gibt, würde ich gegen ihn kämpfen", sagte der neue WBA-Champion.