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Samstag, 2002-06-29

Jones meldet sich zu Wort

Roy Jones: "Hopkins will nicht gegen mich kämpfen"

Mit einer persönlichen Pressemitteilung hat sich der IBF-, WBA- und WBC-Weltmeister im Halbschwergewicht, Roy Jones, zu den ins Stocken geratenen Verhandlungen mit Mittelgewichtschamp Bernard Hopkins zu Wort gemeldet. Jones versucht damit voraussichtlich die letzte Chance auf einen Kampf der beiden als uneingeschränkt geltenden Champions wahrzunehmen. Boxen.com hat den Text im original Wortlaut vorliegen:
"Hopkins ist entschlossen an die Öffentlichkeit getreten und hat gesagt, er möchte gegen mich kämpfen. Er sagte, er wolle gegen mich 50 zu 50 boxen [bei einer Aufteilung der Börse zu gleichen Teilen; die Red.] und er wusste noch nicht einmal was 50 zu 50 ist, was das überhaupt bedeutet. Don King hatte das Geld schon in der Tasche, als er über 50 zu 50 sprach, so kann man sich denken, wohin dies führen würde. Hopkins sagte, dass er nichts sehnlicher möchte, als gegen mich zu boxen, dass er Don King vertrauen möchte und er überlasse es einfach Don King.
Ich habe ihm sechs Millionen Dollar über das einwandfreie Unternehmen HBO [Pay-TV-Sender, der einen Vertrag mit Jones hat; die Red.] angeboten, dreimal mehr als er jemals verdient hat, so weiß er, dass er wirklich auch dieses Geld erhalten würde. Also, will er wirklich gegen mich boxen? Nein. Es gibt zwei Möglichkeiten, nein zu sagen. Man sagt einfach nein, ich möchte nicht kämpfen oder man macht es so teuer, dass man nicht in den Ring steigen muss. Auch der Grundtenor aus der Welt des Boxsports war wieso gibst du ihm sechs Millionen Dollar, das ist zu viel, du hast ihn doch schon einmal geschlagen. Für was willst du ihm sechs Millionen geben, er hat nichts getan, außer einen aufgeblasenen Weltergewichtler geschlagen [Felix Trinidad am 29.9.2001 durch T.K.o. in Runde 12; die Red.], versteht ihr, was ich sagen will?
Was mich wirklich wahnsinnig macht ist, dass er sagt, dass ich gegen Trinidad boxen wolle, weil es ein leichter Kampf wäre, und ich nicht gegen einen schwierigen Gegner boxen möchte. Ich habe ihm gesagt, Trinidad wäre ein einfacher Kampf, ich habe ihm gesagt, dass er Trinidad schlagen werde. Er hat sich den Mund über mich zerrissen. Nun versucht er wieder einen Kampf gegen Trinidad zu machen, einen Boxer, den er schon geschlagen hat, weil er weiß, dass dies ein einfacher Kampf wird.
Er sollte lieber einmal der Wahrheit in die Augen sehen. Ich hatte noch keinen einzigen Rückruf von ihm, dass er gegen mich kämpfen möchte. Ich bin nicht stolz darauf, gegen Clinton Woods [der offizielle Herausforderer des WBC; die Red.] zu boxen. Ich kenne Clinton Woods noch nicht einmal. Ich weiß, dass der Rest der Welt ihn auch nicht kennt. Ich bin enttäuscht darüber, dass ich dies tun muss, aber zur gleichen Zeit ist es nicht Clinton Woods Fehler, dass er seine WM-Chance möchte.
Er wartet darauf schon seit zwei Jahren. Wenn ich nicht gegen ihn kämpfe, verliere ich entweder meinen Titel, an dem ich sehr hart gearbeitet habe, um ihn zu bekommen, oder ich werde gerichtlich dazu gezwungen, gegen ihn anzutreten. Ich möchte momentan nicht gegen ihn boxen, ich würde lieber den Kampf kämpfen, den ich jetzt machen sollte.
Als ich gegen Montell Griffin boxte, hat mich das Geld nicht gekümmert [Roy Jones war im ersten Kampf gegen Griffin wegen Nachschlagens disqualifiziert worden, beim zeiten Kampf siegte er durch K.o. in Runde eins; die Red.]. Ich habe mir aber über das Rematch Gedanken gemacht. Ich wollte beweisen, dass ich diese Katze schlagen kann. Obwohl er mich disqualifiziert hat, hat er mich beim ersten Aufeinandertreffen nicht geschlagen. Ich wollte nur meinen Titel zurückhaben, das Geld war mir vollkommen egal.
Nun steht hier Hopkins, dem angeboten wurde, dreimal mehr Geld zu verdienen als er jemals bekommen hat, und dieser spricht schlecht über mich. Hopkins konnte mir nicht erklären, was 50 zu 50 bedeutet, weil er es nicht wusste. Dann wollte er, dass ich ins Super-Mittelgewicht herunter wechsle. Ich habe dem zugestimmt. Ich habe ihm dreimal mehr angeboten, als er jemals verdient hat und jetzt will er nicht mehr. Was will er denn?
Es gibt eine Menge Wege, einer Frau zu sagen, dass man sie nicht mehr heiraten möchte. Ihr Haar sei zu lang, sie könne zu viel essen, sie sei zu oft weg, oder sie sei zu oft zu Hause. Es ist dasselbe bei einer Frau, die nicht heiraten möchte. Sie findet, dass etwas nicht an dem Mann stimmt. Man kann sie nie zufrieden stellen, da sie nicht wirklich mit dir verheiratet sein möchte, wissen Sie, was ich meine?
Genauso verhält sich Hopkins, wie eine Frau, die nicht heiraten möchte. Er sagt, er wolle gegen mich boxen, aber er tut es nicht. Ich möchte nur, dass die Leute wissen, dass es nicht ich bin, der diesen Kampf nicht möchte. Ich bin nicht derjenige, der es ablehnt zu boxen. Ich habe beim Tyson-Kampf gesagt, als die ganze Welt zuschautemach es oder schweige. Seitdem ist er mächtig ruhig geworden."
Man darf auf die Reaktion des Weltmeisters der IBF, WBA und WBC im Mittelgewicht, Bernard Hopkins, gespannt sein.