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Montag, 2002-06-03

Jones gegen Hopkins?

Roy Jones stimmt einem Angebot des TV-Senders HBO über einen Kampf gegen Bernard Hopkins zu

Der von den Boxfans aus aller Welt ersehnte Kampf zwischen dem Champion der Verbände IBF, WBA uns WBC im Halbschwergewicht Roy Jones und seinem Landsmann und Mittelgewichtsweltmeister Bernard Hopkins rückt überraschend wieder näher. Am Rande der IBF-Versammlung in New Orleans erklärte der frühere Promoter von Jones Murad Muhammad, dass er wieder mit dem Superstar zusammenarbeite und der Kampf gegen Hopkins zu 90 Prozent sicher sei.
Bei einer Anhörung eines Senatsausschusses zur Verbesserung der beruflichen Position der Boxer in Washington im Mai erklärte Jones auf die Frage, ob ein Kampf mit Hopkins zustande käme, dass Promoter Don King diesen Kampf zur Zeit verhindere, da dieser 30 Prozent der gesamten Kampfbörse für sich beanspruche und dies alles andere als fair sei.
Das amerikanische Boxportal "Secondsout" meldete unterdessen, dass Roy Jones einer Pay-Per-View Übertragung bei dem TV-Sender HBO zugestimmt hätte. Jones würde bei dem Kampf eine garantierte Summe von 8 Millionen US-Dollar (ca. 8,6 Millionen EURO) bekommen, Hopkins 6 Millionen US-Dollar (ca. 6,4 Millionen EURO), was in etwa der früheren Forderung des Superstars im Boxsport entspräche, die Börse mit 60 zu 40 aufzuteilen. Der Kampf würde von Don King promotet. Das Datum und der Austragungsort müsse noch bestimmt werden. "Roy hat zugestimmt, HBO ist einverstanden, Kerry Davis sagte zu [der Matchmaker von HBO; Anm. der Red.], alles worauf wir jetzt noch warten ist das Einverständnis von Hopkins und King", sagte Muhammad.
Am Tag vor dem Kampf hat sich der Halbschwergewichtler Jones einverstanden erklärt, beim Wiegen die Super-Mittelgewichtsklasse nicht zu überschreiten (76,2 Kilogramm). In den Bedingungen des Angebotes für den Kampf - egal mit welchem Ausgang - würden Hopkins 3 Millionen US-Dollar (ca. 3,2 Millionen EURO) für seinen darauffolgenden Kampf garantiert.
Hopkins will faire Aufteilung der Börse
Allerdings hatte Hopkins erst vor wenigen Tagen dem amerikanischen Internetportal Fightnews in einem Interview erklärt, dass Jones gar keinen Kampf gegen ihn wolle, da er der beste Boxer gewichtsklassenübergreifend sei. Es sei inakzeptabel und unfair für Hopkins, die Kampfbörse nicht gerecht aufzuteilen, sondern mit 60 zu 40 für Jones. Es gäbe heutzutage im Boxsport zwei Möglichkeiten, jemandem zu sagen, dass man nicht gegen ihn boxen wolle: Erstens, indem man einen überhöhten Preis fordere und zweitens, indem man sich über mehrere Dinge wie Austragungsort, Handschuhgewicht oder Ringgröße nicht einigen wolle. Jones sage immer nur, gegen wen er alles boxen wolle, doch könne man seinen Worten keinen Glauben schenken. Selbst ein Kampf gegen Vassili Jirov (IBF-Champ im Cruisergerwicht) werde nie stattfinden, obwohl er vollmundig von Jones angekündigt wurde.
Hopkins erklärte, dass er nun über eine Angebot des amerikanischen TV-Senders "Showtime", dem Konkurrenten von HBO, nachdenke. 6 Millionen US-Dollar (ca. 6,4 Millionen) soll Hopkins für seine nächsten drei Kämpfe demnach erhalten. Zusätzlich sollen ihm 4 Millionen US-Dollar (ca. 4,3 Millionen EURO) für einen Rückkampf gegen Felix Trinidad aus Puerto Rico ausgezahlt werden. Mit seinem Promoter Don King wolle er sich weiter beraten. Falls der Kampf gegen Trinidad nicht stattfinden werde, soll ein Kampf gegen Joe Calzaghe aus Wales, den Weltmeister im Super-Mittelgewicht nach WBO-Version folgen.
Für Roy Jones bliebe dann der Kampf gegen die Nummer eins der WBC-Weltrangliste und damit seinem offiziellen Herausforderer Clinton Woods aus Großbritannien. Es sei denn, sein Vertragspartner HBO erhebt weiter Einspruch gegen dieses Match und zwingt Jones zu einem Duell gegen den ungeschlagenen Cruisergewichtschampion Vassili Jirov aus Kasachstan.