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Dienstag, 2004-10-19

Interview Trainer Wegner

Trainer Ulli Wegner: "Oktay darf gegen Harris nicht hastig agieren"

Zwei Weltmeisterschafts-Rückkämpfe innerhalb von zwei Wochen: Am 9. Oktober betreuten Sie Markus Beyer bei seiner WBC-WM in Erfurt. Am 23. Oktober sucht nun Halbweltergewichtler Oktay Urkal im Tempodrom zum zweitenmal seine Chance im Kampf gegen WBA-Weltmeister Vivian Harris. Trainer Ulli Wegner, wie halten Sie eigentlich diese enorme nervliche Belastung aus?
Ulli Wegner: Keine Frage, die letzten Wochen waren auch für mich von einer unglaublichen psychischen Beanspruchung. Der Druck lastet ja nicht nur auf dem Athleten. Ich hatte wirklich keine Zeit, mir eine Ruhepause zu gönnen. Aber ich schöpfe die Kraft aus der Herausforderung, auch mit Oktay Urkal erfolgreich sein zu können. Wenn er den WM-Titel gewinnt, ist die ganze Anstrengung wie weggeblasen.
Sie mussten in den letzten Wochen Beyer und Urkal parallel vorbereiten. Kam da mal einer von beiden zu kurz?
Wegner: Ich habe mir für beide gleich viel Zeit genommen, sie aber getrennt voneinander vorbereitet. Zuerst trainierte ich eine Stunde mit Markus und dann im Anschluss mit Oktay. Beide erhielten meine ganze Aufmerksamkeit.
Ist denn die Vorbereitung von Beyer und Urkal identisch gewesen?
Wegner: Nein. Sie hatten zwar in den letzten Wochen das gleiche Ziel, alles zu tun, um in einer weltmeisterlichen Form in den Ring steigen zu können. Aber der Umgang mit ihnen auf dem Weg dorthin war völlig unterschiedlich. Auf der einen Seite, der sehr emotionale Oktay, den man immer bremsen muss. Auf der anderen Seite, der sehr sensible Markus, mit dem man sehr behutsam umgehen musste und deshalb einer ganz anderen Ansprache bedurfte, als es bei Oktay der Fall war.
Was war denn im Hinblick auf den WM-Rückkampf bei Urkal noch verbesserungswürdig?
Wegner: Wir haben durch mentale Übungen an seiner Konzentration gearbeitet, damit es möglichst keinen Ausrutscher wie beim letzten Mal gibt. Wichtig war auch dass Oktay lernt, den Kampf abgeklärter zu führen. Er darf einfach nicht so hastig agieren. Außerdem muss er die Vorbereitung auf seine Aktionen mehr verschleiern, damit Harris nicht sofort erkennt, was er vorhat. Das sind nur einzelne Aspekte, die letztlich aber siegentscheidend sein können.
Wie ist ihr Tipp für das Rematch?
Wegner: Das wird wieder wie beim letzten Mal eine ganz enge Geschichte. Der Sieger wird nach Punkten gewinnen. Ich hoffe sehr, dass es Oktay ist.