Deutsch English
19.01.2017
Top-Thema

Härtel und Bunn: Gegner fix!

Sauerland-Boxer im Länderkampf "Deutschland vs. Polen" am 21. Januar!

Zeuge boxt am 18. März!

WBA-Weltmeister bereitet sich auf erste Titelverteidigung vor

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Freitag, 2005-12-16

Interview Marco Huck

"24 Stunden vor dem Kampf werde ich aufgeregter"


Marco Huck und der WBA Weltmeister im Schwergewicht John Ruiz
Am Samstag wird Cruisergewichtler Marco Huck zu seinem zwölften Profikampf in den Ring steigen. In der Berliner Max-Schmeling-Halle trifft der 21-Jährige auf den früheren Olympiateilnehmer des USA-Teams Michael Simms. Ein Duell, auf das der in Bielefeld aufgewachsene Huck lange warten musste. Eine Cutverletzung über dem linken Auge, die mit fünf Stichen genäht werden musste, verhinderte den Kampf am 12. November. Boxen.com sprach mit Marco Huck, der bei dem Weltverband WBO auf Rang 14 geführt wird, über die acht Runden gegen den Ami.
boxen.com: Ihr nächster Kampf sollte ursprünglich im November stattfinden. Doch eine Cut-Verletzung machte Ihnen einen Strich durch die Rechnung. Ist die Verletzung am linken Auge gut verheilt und verlief in der Vorbereitung alles planmäßig?
Marco Huck: "Glücklicherweise ist alles gut verheilt. Auch im Training lief alles perfekt. Um mich nicht zu erkälten, riet mir mein Trainer Ulli Wegner, kalt zuduschen. Das hat funktioniert. Obwohl gerade mal wieder eine Erkältungswelle umgeht, hatte ich nicht einmal einen Schnupfen."
boxen.com: Was können Sie über die Stärken Ihres Gegners sagen?
Marco Huck: "Ehrlich gesagt kann ich mir kein Urteil über ihn erlauben. Ich habe lediglich zwei Runden von ihm auf Video gesehen. Da wechselte er die Auslage und schien sehr beweglich zu sein. Mit 19 Siegen und einem Unentschieden aus 24 Profikämpfen hat Simms einen respektablen Kampfrekord. Nach der Kampfverschiebung wird er perfekt vorbereitet nach Deutschland kommen. Das wird also keine leichte Aufgabe."

boxen.com: Geht der Kampf über die Runden?
Marco Huck: "Jeder, der mich kennt, weiß, das ich vom ersten Gong an Druck mache. Das wird auch am Samstag nicht anders sein. Ich will aber auch boxerisch überzeugen. Aber an erster Stelle steht der Sieg. Sollte er vorzeitig möglich sein, wäre das perfekt."

boxen.com: Haben Sie sich speziell vorbereitet?
Marco Huck: "Nein, die Vorbereitung lief wie immer. Konditions- und Krafttraining, dann Sparring. Aber als Kickboxweltmeister musste ich mich umstellen. Deshalb legt Trainer Ulli Wegner bei mir besonderen Wert auf die Beinarbeit."
boxen.com: Wie nervös sind Sie vor dem Kampf?
Marco Huck: "Eigentlich bin ich dieses Mal überraschend ruhig. Die Freude, wieder im Ring zu stehen, überwiegt. Aber 24 Stunden vor dem Kampf kommt dann die Unruhe."

boxen.com: Am Samstag geht es für Ihren Teamkollegen Nikolay Valuev gegen John Ruiz um die WBA-Schwergewichts-WM. Und Laila Ali wird gegen Asa Sandell boxen. Ist es ein besonderer Druck auf dieser Veranstaltung zu boxen?
Marco Huck: "Ja. Auch der Vater von Laila Ali, Muhammad Ali, wird am Ring sitzen. Das ist ein großer Ansporn, aber auch eine große Verpflichtung. Muhammad Ali ist eine lebende Legende und ein großes Vorbild für mich."
boxen.com: Ihr Trainingspartner Arthur Abraham ist bereits seit einigen Tagen Weltmeister. Spornt das auch an?
Marco Huck: Ja ungemein. Man vergleicht sofort die eigenen Trainingsleistungen und will es auch schaffen. Seit Arthurs Sieg träumen wir alle vom Titel. Jeder im Sauerland-Team ist davon angesteckt worden."

boxen.com: Was werden Sie nach dem Kampf machen?
Marco Huck: "Ich hoffe, dass ich die Weihnachtszeit bei meinen Eltern in Bielefeld verbringen kann. Im neuen Jahr stehen dann bereits die nächsten Aufgaben an. Wenn es für das Management realisierbar wäre, könnte ich mir gut vorstellen, im nächsten Jahr bereits um einen internationalen Titel zu kämpfen."