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Donnerstag, 2006-08-17

Interview Abraham

BOXGALA AM 26.08.2006, EWE Arena, Oldenburg
Abraham: "Miranda hat keine Stärken"
Vor seiner Pflichtverteidigung am Samstagabend, 26. August, 22.30 Uhr, in der EWE Arena Oldenburg spricht IBF-Mittelgewichts-Weltmeister Arthur Abraham im Interview über sportliche Ziele, die Vorbereitung auf den WM-Fight und seinen Gegner.
Arthur, Ihre erste Pflichtverteidigung findet in Oldenburg statt. Ist das Zufall?
Abraham: Nein, ist es nicht. Ich wollte unbedingt hier boxen. Die EWE Arena ist ja mittlerweile fast schon wie mein Wohnzimmer. Oldenburg mit seinen tollen Fans hat mir immer Glück gebracht. Ich habe hier schon einmal den Interconti-Titel gewonnen und meinen WM-Gürtel gegen Shannan Taylor verteidigt. Ich werde alles geben, um meine Fans hier nicht zu enttäuschen.

Team Sauerland freut sich mit dem Champion Arthur Abraham
Die Vorbereitung war sehr lang. Wie lief es?
Abraham: Es lief sehr gut. Ich habe mich drei Monate auf diesen Kampf vorbereitet, etwas länger als sonst. Die Zeit war hart. Vor allem in den Trainingslagern in Zinnowitz und Kienbaum ging es richtig zur Sache. In den letzten Wochen habe ich jeweils acht Sparringsrunden am Tag absolviert, immer gegen zwei Gegner. Das hat mich weiter gebracht. Jetzt bin ich topfit und gut drauf.
Ihr Gegner, Edison Miranda aus Kolumbien, genannt der Panther, gilt als gnadenloser K.o.-Schläger. Haben Sie Respekt vor ihm?
Abraham: So viel Respekt wie ich vor jedem Gegner habe. Aber mehr auch nicht. Er hat sich bisher ja vor allem mit seinen großen Sprüchen hervor getan. Und außerdem: Der Ruf, den mein Punch hat, ist ja auch nicht der schlechteste.

Arthur Abraham
Sie haben die Sprüche, die aus Mirandas Team kamen, angesprochen. Wie reagieren Sie darauf?
Abraham: Gar nicht. Das finde ich lächerlich. Miranda soll mal den Mund nicht zu voll nehmen. Er boxt das erste Mal um eine Weltmeisterschaft und sollte froh sein, dass er diese Chance bekommt. Vom vielen Reden vor dem Kampf halte ich nichts – ich werde auf der Pressekonferenz nach dem Kampf etwas dazu sagen, wenn Miranda als Verlierer neben mir sitzt.
Die Geschichte von Mirandas schwerer Kindheit wurde in Deutschland veröffentlicht. Ihr Gegner wuchs als Straßenkind in Kolumbien auf. Interessiert Sie das?
Abraham: Nein. Er hat seine Geschichte, ich habe meine. Im Ring ist das egal.
Aber normalerweise sind Boxer mit einer solch harten Lebensgeschichte besonders hungrig auf den Erfolg.

Edison Miranda
Abraham: Na und? Er kann ja hungrig in den Ring steigen. Viele sind hungrig gekommen und auch wieder hungrig gegangen. Hunger auf den Erfolg ist nicht das einzig Entscheidende, wenn man Weltmeister werden will. Da gehört noch etwas mehr dazu. Ich bin auch hungrig. Ich habe mich doch nicht drei Monate gequält, um jetzt meinen Titel abzugeben. Ich bin der Champion, und viele Fans in Deutschland und Armenien drücken mir die Daumen. Die kann und will ich nicht enttäuschen. Als Weltmeister ist man oben, ein gefragter Mann, aber das ist auch sehr schnell wieder vorbei, wenn man verliert. Das weiß ich, und deshalb bin ich genauso hungrig auf den Erfolg wie mein Gegner.
Sie haben Miranda auf einigen Videos gesehen. Was sind seine Stärken?
Abraham: Stärken? Ich habe keine gesehen. Ronald Wright oder Jermain Taylor, das sind starke Mittelgewichtler. Aber Miranda?
boxen.com: Sie bevorzugen für Ihren Einmarsch in die Arena das ungewöhnlichste Outfit aller Boxer in Deutschland. Werden Sie in Oldenburg wieder mit