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Montag, 2002-09-09

IBF: Holyfield gegen Byrd

Im Kampf um den von Lewis niedergelegten IBF-Titel will Evander Holyfield gegen Chris Byrd antreten

Nach der Niederlegung des IBF-Weltmeistertitels im Schwergewicht durch Lennox Lewis, meldeten sich nacheinander Jim Thomas, der Berater von Evander Holyfield, der derzeit Platz zwei in der IBF-Weltrangliste belegt, und der erstplatzierte Chris Byrd aus den USA zu Wort. Die beiden Boxer sollen nun die Chance bekommen, um den vakanten WM-Gürtel zu boxen.
"Es ist Evander Holyfields Bestimmung, als unumstrittener Weltmeister im Schwergewicht von der Bühne des Boxsports abzutreten. Um dies zu erreichen, muss Evander die Titel der IBF, WBA und WBC zurückerobern", erklärte Thomas. Dazu müsse Holyfield drei verschiedene Gegner aus dem Weg räumen, die Reihenfolge sei dabei egal. Holyfield möchte als erster Boxer aller Zeiten zum fünften Mal Weltmeister im Schwergewicht werden. Dabei könnte der erste Kampf bei dieser Mission gegen Chris Byrd stattfinden, falls man sich über die Konditionen für ein solches Duell einig werde. Dieser sei ein würdiger Gegner mit einem sehr guten Kampfrekord, so Thomas.
Byrd: Lewis nicht Manns genug!
Unterdessen konterte Byrd den Ausspruch von Lewis, dass er die Chance auf einen WM-Kampf nicht verdient habe, damit dass das Team um Lewis ihn als Gegner fürchte. Treibende Kraft dabei sei Lewis-Trainer Emanuel Steward, der wüsste, dass Lewis Byrd nicht treffen könne.
"Lennox ist zu groß und zu langsam. Er ist jetzt älter. Er ist 37 Jahre alt. Meine Reflexe sind besser. Ich würde ihn dumm aussehen lassen. Ich bin eine zu große Herausforderung. Man kann jeden in den Top-Ten fragen, gegen wen er nicht boxen möchte, und jeder wird sagen Chris Byrd, weil ich zu schnell und zu raffiniert bin und weil ich sie schlecht aussehen lasse. Ich wünschte, Lennox Lewis wäre in dieser Sache Manns genug", ärgerte sich Byrd über den Champion.
Steward wolle außerdem, laut Byrd, dafür sorgen, dass Lewis Gegner bekäme, die direkt vor ihm stehenbleiben. Daher soll Lewis gegen die "plattfüßigen" Klitschko-Brüder in den Ring steigen.
IBF: WM für Byrd so schnell wie möglich
Linda Torres, die Anwältin der IBF, erklärte, dass es noch keinen genauen Termin für den WM-Kampf um den nun vakanten Titel der IBF gebe, "aber ich will nicht, dass Chris Byrd dadurch bestraft wird, dass er noch länger warten muss. Wir müssen nun schnell beginnen, damit Chris Byrd seine WM-Chance bekommt", sagte Torres. Der Kampf soll nach früheren Medienberichten am 7. Dezember stattfinden.
Byrd hatte im August des vergangenen Jahres den WM-Ausscheidungskampf der IBF gegen den Neuseeländer David Tua gewonnen und wartete seither auf seinen WM-Kampf. Holyfield rückte im Juni durch seinen Sieg im Kampf über Ex-Champ Hasim Rahman auf den zweiten Platz in der IBF-Weltrangliste vor.
Don King will IBF- und WBA-Titelvereinigung im Schwergewicht
Drahtzieher im Hintergrund scheint wieder einmal der umtriebige Boxpromoter Don King zu sein, der beim Treffen mit Lennox Lewis in Ghana, dem Schwergewichtschamp eine Million US-Dollar dafür bezahlt haben soll, dass dieser seinen IBF-Gürtel niederlegt. Byrd und Holyfield stehen genauso bei King unter Vertrag, wie der WBA-Weltmeister John Ruiz, der noch darauf hofft, im Dezember gegen Mike Tyson in den Ring steigen zu können.
Tyson lehnt bislang eine Kooperation mit Don King aufgrund von Rechtsstreitigkeiten mit dem 71-Jährigen ab. Sollte Ruiz nicht auf Tyson treffen, könnte der WBA-Champ auf einen lukrativen Kampf gegen den Weltmeister im Halbschwergewicht der Verbände IBF, WBA und WBC, Roy Jones, hoffen. "Wir wollen diesen Kampf. Roy möchte den Kampf. HBO will den Kampf. Wir sitzen herum und warten darauf", erklärte ein Teammitglied von Ruiz. Der Sieger dieser WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht könnte dann zum Titelvereinigungskampf auf den neuen Weltmeister der IBF, Holyfield oder Byrd, treffen.