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Samstag, 2002-11-23

IBF: Hickhack um Jones II

Das Verwirrspiel um die Aberkennung des IBF-WM-Titels geht in die nächste Runde

Die Auseinandersetzung zwischen Roy Jones und dem Weltverband IBF gerät langsam zur Farce. Obwohl der Weltverband dem Superstar und mehrfachen Weltmeister im Halbschwergewicht offenbar den Titel aberkannt hatte, hat die Präsidentin der IBF, Marion Muhammad, nun erklärt, dass die Frist für die Versteigerung der Kampfbörsen zum Pflichtduell gegen die Nummer eins, Antonio Tarver, erst am 2. Dezember endet.
"Der IBF-Titel im Halbschwergewicht ist vakant, soweit es mich betrifft", sagte die IBF-Präsidentin zurückhaltend in einer Stellungnahme zu den Vorgängen. "Ich habe Roy am Mittwoch eine Mitteilung geschickt, dass die IBF mit der Kampfbörsen-Versteigerung fortfährt, da er sich noch nicht bei uns bezüglich seiner Pflichtverteidigung gegen Antonio Tarver gemeldet hat."
Damit reicht die IBF dem Champion wieder sanft die Hand, obwohl Muhammad immer noch der Auffassung ist, dass der Titel nun vakant sei. Eine Entscheidung des IBF-Exekutiv-Komitees gibt es anscheinend auch noch nicht. "Nachdem ich den Brief an Roy gestern geschrieben habe, habe ich gestern einen Brief von seinem Anwalt Fred Levin erhalten. Mr. Levin teilte in seinem Brief mit, dass Roy seinen Titel abgeben und nicht wieder um den IBF-Titel boxen würde. Zu diesem Zeitpunkt hat die IBF den Titel für vakant erklärt", sagte Muhammad.
IBF-Präsidentin sucht persönlichen Kontakt zu Jones
Über die jüngste Stellungnahme von Jones (boxen.com berichtete gestern), dass er keinen Brief mit derartigem Inhalt autorisiert habe, sagte Muhammad: "Es ist sehr verwirrend, wer Roy vertritt. Fred Levin ist mit Roy verbunden und dies schon von dem Zeitpunkt an, seitdem ich überhaupt weiß, wer Roy Jones Jr. im Boxsport ist. Fred Levin war mit Roy seit dem allerersten Tag verbunden."
Und dann machte sie einen kaum merklichen Rückzieher von ihrem vorherigen Standpunkt, indem sie nun die Entscheidung von Jones persönlich fordert: "Ich möchte es von Roy selbst hören. Ich weiß nicht, wer Roy vertritt." Des weiteren erklärte die IBF-Präsidentin, dass es keine Frist für Jones gebe, was nicht ganz den Tatsachen entspricht, denn eben am 2. Dezember geht der Kampf in die Versteigerung. Dennoch könnte Jones seine Bereitschaft erklären, gegen Tarver zu kämpfen und das Versteckspiel bis sogar zu einem möglichen Kampftermin gegen die Nummer eins der IBF fortzusetzen.
Muhammad ist auf jeden Fall klar, dass Jones weiter ein Wackelkandidat in ihrem Verband bleiben wird und setzt nun ihre Hoffnung auf den persönlichen Kontakt: "Mal sehen, was jetzt mit Roy passiert. Ich warte wie alle anderen darauf, etwas von Roy zu hören."