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Sonntag, 2009-08-23

Huck im Interview

Marco Huck greift am 29. August nach dem WM-Titel (Foto: SE)

Marco Huck: "Entscheidend ist, dass ich am Ende siege"

Am 29. August fordert Marco Huck (25-1, 20 K.o.'s) im Gerry Weber Stadion in Halle (Westfalen) den 25-jährigen WBO-Weltmeister im Cruisergewicht Victor Emilio Ramirez (15-1, 12 K.o.'s) heraus. Für den in Bielefeld aufgewachsenen Cruisergewichtler ist es die zweite WM-Chance seiner Profilaufbahn. Am Freitag stand im Trainingslager in Kienbaum das letzte Sparring für den Herausforderer auf dem Programm. Am Montag reist er zum Veranstaltungsort.

Herr Huck, am Freitag absolvierten Sie Ihr letztes Sparring vor dem Kampf gegen Victor Emilio Ramirez. Waren Sie zufrieden?

Marco Huck: Am Freitag lief es ziemlich gut. Doch Sparring und Wettkampf sind zwei unterschiedliche Dinge. Letztlich zählt nur die Leistung, die ich im Kampf bringe.

Waren Sie denn generell mit Ihrer Vorbereitung zufrieden?

Marco Huck: Ja, das war ich. Zu Beginn hatte ich beim Sparring ein wenig Probleme, in Tritt zu kommen. Das war aber schon häufig so. Doch dann lief es besser. In der nächsten Woche stehen nur noch recht lockere Trainingseinheiten auf dem Programm. Es gilt, nach der anstrengenden Vorbereitung wieder zu Kräften zu kommen.

Wie intensiv haben Sie sich im Vorfeld mit Ihrem Gegner beschäftigt?

Marco Huck: Ich hatte Ramirez quasi ständig vor Augen. Ich habe überlegt, wie er sich bewegt und versuchte mir vorzustellen, was im Kampf passieren wird. Bei jedem Training war er in meinem Kopf.

Haben Sie sich auch Videos von seinen Kämpfen angeschaut?

Marco Huck: Ja, ein wenig. Für mich ist nur interessant, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie groß der Gegner ist und wie seine Bewegungsabläufe sind. Der Trainer, Herr Wegner, beschäftigt sich aber viel intensiver damit und legt die taktische Marschroute fest.

Wie schätzen Sie die Chance ein, den WM-Titel am 29. August zu gewinnen?

Marco Huck: Ich möchte diese Möglichkeit um jeden Preis nutzen und werde mein Bestes geben, um das zu schaffen.

Das klingt zuversichtlich. Beschäftigen Sie sich auch damit, dass es nicht mit dem Sieg klappt?

Marco Huck: Nein, gar nicht. Ich weiß, was ich kann. Und wenn ich gut vorbereitet bin, kann ich jeden Gegner auf der Welt schlagen.

Sie haben als Profi schon einige Titel gewonnen. Sie waren EU-Champion, gewannen die IBF-Intercontinental Meisterschaft und haben zuletzt den EM-Gürtel dreimal erfolgreich verteidigt. Ihre einzige Niederlage kassierten Sie in Ihrem ersten WM-Kampf gegen Steve Cunningham im Dezember 2007. Was hat sich seither an Ihrer Einstellung verändert?

Marco Huck: Es hat sich wirklich eine Menge verändert. Man muss ständig etwas tun, um noch besser zu werden. Die wichtigste Sache war aber wohl, dass ich eingesehen habe, dass ich selbst in erster Linie für meine Siege aber auch Misserfolge verantwortlich bin. Deshalb habe ich mein ganzes Leben noch mehr dem Sport untergeordnet.

Sie selbst gelten als sehr schlagstark. Doch Ramirez ist jemand, der dafür bekannt ist, dass er eine Menge einstecken kann und großartige Nehmerqualitäten besitzt. Denken Sie, dass der Fight über die Runden geht?

Marco Huck: Letztendlich ist es nicht wichtig, ob der Kampf vorzeitig endet oder über die Runden geht. Entscheidend ist, dass ich am Ende siege. Mein Gefühl sagt mir allerdings, dass es nicht über die Runden geht.

Auch Ramirez verbuchte bei seinen 15 Siegen schon zwölf vorzeitige Erfolge für sich. Wie schlagstark schätzen Sie ihn ein?

Marco Huck: Man sollte das nicht falsch verstehen. Bloß weil ich mir gute Chancen ausrechne, ihn zu besiegen, heißt das nicht, dass er ein schlechter Boxer ist. Man wird nicht umsonst Weltmeister. Dass Ramirez Klasse hat, bewies er im Januar mit seinem vorzeitigen Sieg gegen den früheren Amateur-Weltmeister Alexander Alekseev.

Argentinische Boxer haben den Ruf, dass sie ein unglaublich großes "Kämpferherz" haben. Doch auch Sie sind dafür bekannt, dem Publikum spektakuläre Fights zu zeigen. Wird das größere "Herz" auch für den Ausgang am 29. August ausschlaggebend sein?

Marco Huck: Das wird definitiv so sein. Ich erwarte deshalb auch, dass es hoch hergehen wird. Ich glaube, das wird für das Publikum ein packender Fight.

Eintrittskarten für die Box-Weltmeisterschaft zwischen Victor Emilio Ramirez und Marco Huck gibt es unter der Tickethotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) und online unter www.ticketcorner.com.