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Sonntag, 2002-08-04

Hopkins ohne TV-Partner

Der unumstrittenen Champion im Mittelgewicht hat keinen TV-Partner mehr

Eine überraschende Wendung scheint sich beim Champion der Verbände IBF, WBA und WBC im Mittelgewicht Bernard Hopkins bei seiner Suche nach einem TV-Partner für die kommenden Kämpfe herauszukristallisieren. Denn momentan scheint kein TV-Kanal mehr Interesse an den kommenden Kämpfen des Weltmeisters zu haben. Grund dafür sollen die überzogenen Gehaltsforderungen von Hopkins sein.
Nach der gemeinsamen Live-Übertragung des Kampfes zwischen Mike Tyson und Lennox Lewis scheinen sich in diesem Fall die beiden konkurrierenden Bezahlfernsehsender HBO und Showtime zum zweiten Mal ungewohnt einig. Das seltsame Bündnis mutet dabei wie eine gemeinsame Reaktion auf den stagnierenden TV-Markt und die exorbitanten Sportrechtekosten an.
In der vergangenen Woche wurde aus dem Lager von Hopkins, der bis dato einen Vertrag mit dem Pay-TV-Sender HBO hatte, verlautbart, dass Showtime, der Konkurrenzsender von HBO, den Mittelgewichtler unter Vertrag nehmen würde. Der erste Kampf der neuen Partner sollte schon am 17. August gegen die Nummer drei des WBC, Morrade Hakkar aus Frankreich stattfinden. Doch nun scheint sich das Blatt zu wenden, denn Jay Larkin von Showtime äußerte gegenüber der amerikanischen Tageszeitung "USA Today" wenig Zuversicht, dass eine Einigung noch zustande kommen könnte.
"Es geht definitv nach unten und bergab. Ich bezweifle, dass der Vertrag noch zustande kommt", erklärte Larkin nach einem Treffen mit Arnold Joseph, dem Anwalt von Hopkins, und dessen Promoter Don King. Dieser äußerte ebenso wenig Zuversicht auf ein Gelingen des Geschäftes. "Ich kenne den Plan nicht. Wir reden mit Jay und müssen einfach abwarten und schauen, was passiert. Aber ich denke es ist ernsthaft in Gefahr."

Ausspielen der TV-Sender durch Hopkins scheitert
Hopkins versuchte daraufhin seinen früheren TV-Partner HBO zu einem neuen Kontrakt zu bewegen, doch auch dort winkte man ab, mit dem Hinweis, ihn nur unter Vertrag nehmen zu wollen, wenn er einen großen Kampf – möglichst gegen Roy Jones bestreiten würde.

Nach Informationen von "USA Today" soll der Vertrag mit Showtime geplatzt sein, weil Hopkins zusätzlich zu seinen geforderten 10,5 Millionen US-Dollar für drei Kämpfe eine Summe für seinen Promoter Don King forderte, da er ihn von seinem Geld nicht bezahlen wollte - Showtime lehnte dankend ab. Denn die angebotene Summe sei sowieso schon jenseits dessen, was momentan möglich sei.
"Die Börse, die wir angeboten haben, ist jenseits der Realität des momentanen Marktes und wir denken, dass wir mehr als fair sind, aber diese Summe ist erwiesenermaßen nicht mehr von Interesse für Hopkins. Sie haben die Zahlen gekannt und Bernard erklärte, dass er den Vertrag abschließen wolle, aber als sie zu mir kamen, war es, als ob sie die Zahlen zum ersten Mal sehen würden", gab sich Larkin enttäuscht vom Gebaren des Teams um Hopkins.
Nach der Verhandlung sagte Showtime eine Vorbesichtigung einer möglichen Austragungsstätte in Philadelphia für den Kampf am 17. August ab. Der Kontrakt sollte Hopkins in seinem übernächsten Duell gegen den WBO-Champion im Super-Mittelgewicht Joe Calzaghe aus Wales führen und daraufhin gegen den WBO-Champ im Mittelgewicht Harry Simon aus Namibia.