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Mittwoch, 2002-04-24

Hopkins feuert Coach

Mittelgewicht-Champ Hopkins und Trainer Bouie Fisher gehen getrennte Wege

Bernard Hopkins, der Weltmeister der Verbände IBF, WBA und WBC im Mittelgewicht aus den USA, hat sich von seinem langjährigen Trainer Bouie Fisher getrennt. Seit Beginn der Profiboxkarriere des Champions im Jahre 1988 bildeten die beiden ein Team, wobei die Zusammenarbeit der beiden nicht gerade erfolgversprechend begann: Im ersten Kampf erlitt Hopkins direkt seine erste Niederlage. Es sollte allerdings nur noch eine Niederlage im Jahre 1993 folgen, als der heute 37-Jährige gegen Roy Jones im Kampf um die IBF-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht nach Punkten unterlag.
Fisher führte seinen Schützling ein Jahr später zum Weltmeistertitel der IBF. Jones hatte den Titel niedergelegt, um ins Super-Mittelgewicht zu wechseln, nachdem er seinen WM-Gürtel noch einmal gegen Thomas Tate, den nächsten Gegner von Sven Ottke, verteidigt hatte. 14-mal hat Hopkins seit 1996 um seinen WM-Titel geboxt und gewonnen - bei jedem Kampf stand Bouie Fisher in seiner Ecke.
Noch beim Titelvereinigungskampf gegen Felix Trinidad im vergangenen Jahr erklärte der 74-Jährige Trainer die besondere Beziehung zu seinem Schützling: "Ich würde sagen, dass wir wie Vater und Sohn sind. Bernard ist wie einer meiner Söhne. Er gehört zur Familie. Er respektiert mich und liebt mich genauso wie ich ihn respektiere und liebe", sagte Fisher.
Damit endet die über 13 Jahre dauernde Zusammenarbeit der beiden, die in den letzten Monaten von zunehmenden Streitigkeiten geprägt war. Die Trennung sei unglücklich, aber unvermeidbar gewesen, sagte der Champion. "Menschen haben oft unterschiedliche Auffassungen. Ich habe mich einmal mit jemandem unterhalten, der 40 Jahre lang verheiratet war und dann geschieden wurde. Was war passiert, du warst so lange mit deiner Frau zusammen fragte ich ihn. Er sagte‚ sie hatte einfach genug von mir und ich hatte einfach genug von ihr. Was ich damit sagen möchte: Solche Dinge passieren eben", berichtete Hopkins.
Der Grund für die Trennung seien unüberbrückbare Differenzen mit James Fisher, dem Sohn des Coaches gewesen. "Manchmal muss man Freundschaft vom Geschäft trennen. Ich hege keinerlei schlechten Gefühle gegenüber Bouie und ich glaube, dass es bei ihm gegenüber mir genauso ist, aber sein Sohn und ich hatten ein Problem", so Hopkins. James Fisher, der Sohn des Trainers, gehörte zum engeren Kreis um den Champion.
Während Bouie Fisher den Schwergewichtler und früheren Weltmeister Hasim Rahman auf seinen WM-Ausscheidungskampf gegen Evander Holyfield am 1. Juni vorbereitet, wurde der international wenig bekannte, aber erfahrene Sloan Harrison aus Philadelphia als neuer Trainer von Hopkins ernannt.