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Mittwoch, 2001-12-19

Holyfield protestiert

Evander Holyfield will Rückkampf innerhalb der nächsten 60 Tage

Evander Holyfield hat gegen die umstrittene Wertung des dritten WM-Kampfes gegen John Ruiz bei der WBA Protest eingelegt. "Wir versuchen, die WBA zu veranlassen, einen erneuten Rückkampf binnen 60 Tagen zu ordern", erklärte Jim Thomas, Anwalt und Freund des 39-jährigen US-Amerikaners. Die Kampfrichter hatten den eher unansehnlichen WM-Fight im Schwergewicht unentschieden gewertet, die anwesenden Experten dagegen sahen nahezu einstimmig "The Real Deal" Holyfield vorne.
Unterdessen genießen Kirk Johnson und sein Management die Momentaufnahme im Rampenlicht der Schwergewichtsszene. "An Kirk führt kein Weg vorbei", sagte Ken Lillien, der den Kandier zusammen mit Chris Seeger managet. Der 29-jährige Johnson (32-0-1) ist die Nummer eins der WBA-Rangliste und damit der offizielle Herausforderer des Weltmeisters.
Die Tatsache, dass sich John Ruiz im Kampf gegen Holyfield die Nase gebrochen hat, könnte der WBA allerdings ein Hintertürchen öffnen. Schon ist eine Interims-Weltmeisterschaft zwischen Johnson und Holyfield im Gespräch, während Ruiz seine Verletzung auskuriert und auf dem Weltmeisterthron "geparkt" wird. Holyfield dürfte das zupass kommen. "Alles, was Evander näher an einen Titel bringt, würden wir machen", sagte Thomas. Das Johnson-Lager, vertreten durch Lillien, sieht dies freilich anders: "Wenn wir bis April oder Mai warten müssen, bis Ruiz Nase wieder geheilt ist, werden wir halt warten." Was Lillien für seinen Schützling will, ist "erst Ruiz, dann Holyfield."
In der Zwischenzeit vermeldete die Zeitung "Boston Globe", dass Don ONeill, jener Punktrichter aus Massachusetts, der als einziger Ruiz auf seinem Punktzettel vorne hatte, verschiedene Berichte, in denen ihm vorgeworfen wurde, Ruiz persönlich zu kennen, zurückwies. Ruiz, der in Chelsea, Massachusetts lebt, hatte bereits im Vorfeld eine persönliche Beziehung zu ONeill bestritten.