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Mittwoch, 2007-03-07

Hoffmann vs. Onofrei

"Ich brauche kein Chrom, keinen Whirlpool und auch keine drei Masseure!"


Timo Hoffmann bezwang im November 2006 Cengiz Koc
Im November letzten Jahres stand die Karriere von Timo Hoffmann an einem Scheidepunkt. Bei einer Niederlage gegen seinen Teamgefährten Cengiz Koc hätte der deutsche Schwergewichtler seine sportlichen Ambitionen wohl für geraume Zeit weit zurückschrauben müssen. Doch es kam anders: In Mülheim an der Ruhr präsentierte sich Hoffmann in großartiger Form und besiegte seinen Kontrahenten über zehn Runden klar nach Punkten. In diesem Jahr will der 32-Jährige an die Leistung des letzten Kampfes anknüpfen. In der Stadthalle Rostock steht ihm am 3. März mit dem früheren Internationalen Deutschen Meister im Schwergewicht Konstantin Onofrei (30) jedoch ein nicht zu unterschätzender Prüfstein gegenüber.
Herr Hoffmann, in Ihrem letzten Kampf gegen Cengiz Koc haben Sie eine starke Leistung gezeigt. Wie war die Resonanz auf den Fight?
Timo Hoffmann: "Die war wirklich riesig. Schon direkt nach dem Kampf gab es zahlreiche Gratulanten. Auch im Flugzeug auf dem Weg zurück haben mir viele Menschen gratuliert. Wieder zurück in der Heimat haben mich viele Leute auf der Straße angesprochen. Damit hätte ich gar nicht gerechnet."
War der Sieg in Mülheim an der Ruhr aus Ihrer Sicht ein großer Schritt nach vorne?
Timo Hoffmann: "Auf jeden Fall, denn ich hatte zuvor meinen Stil umgestellt. Am 4. November konnte ich zeigen, dass dies für meine Leistung von Vorteil war. Hohes Tempo und Sicherheit heißt jetzt die Devise. Im nächsten Kampf geht es darum, an die Form von Mülheim anzuknüpfen. Wir haben dafür die Vorbereitung etwas umgestellt. Ich trainiere bei Uwe Schuster etwas kürzer, dafür aber intensiver."
Ihr nächster Gegner Konstantin Onofrei kommt mit einer Kampfbilanz von 19 Siegen und drei Niederlagen nach Rostock. Wie schwer wird die kommende Aufgabe aus Ihrer Sicht?
Timo Hoffmann: "Allein die Tatsache, dass Konstantin Onofrei lange Zeit für die Universum Box-Promotion im Ring stand, sagt viel über seine Qualitäten aus. Er hat eine gute Kampfbilanz. Doch er hat seit 21 Monaten nicht mehr im Ring gestanden. Da ist es schwer einzuschätzen, wie gut er die fehlende Wettkampfpraxis kompensieren kann. Ich bin auf jeden Fall auf einen Konstantin Onofrei in Top-Form eingestellt. Mein Ziel ist es, dabei eine gute Leistung abzurufen."

Timo Hoffmann im Training in Halle an der Saale
Sie haben lange nicht mehr gegen einen Rechtsausleger im Ring gestanden. Wie werden Sie damit zurechtkommen?
Timo Hoffmann: "Es ist immer ein bisschen schwerer, gegen einen Rechtsausleger zu boxen. Doch mit Francesco Pianeta hatte ich einen Sparringspartner, durch den ich gut gerüstet bin. Deshalb sollte die Auslage am 3. März keine entscheidende Rolle spielen. Ich will mich in Rostock auf meine Stärken besinnen und Onofrei meinen Stil aufdrängen."
Konstantin Onofrei bestritt die meisten seiner Kämpfe in Deutschland, haben Sie ihn schon mal live boxen gesehen oder kennen Sie ihn von der Videoanalyse?
Timo Hoffmann: "Ich kenne seine Kämpfe von Videobändern. Live habe ich ihn nicht gesehen. Doch als früherer Internationaler Deutscher Meister ist er natürlich kein unbeschriebenes Blatt."
Sie trainieren in Halle an der Saale. Was sind dort die Besonderheiten?
Timo Hoffmann: "Zunächst einmal habe ich mir eine Wohnung in der Nähe der Trainingsstätte gesucht. Somit sind die Wege nicht mehr so lang. Wir trainieren bei Uwe Schuster in einem Gym, dass ein wenig an die alten Rocky-Filme erinnert. Wenn es draußen kalt ist, wird morgens erst einmal Holz gehackt, damit die Holzheizung auf Touren gebracht werden kann. Ich brauche kein Chrom, keinen Whirlpool und keine drei Masseure! Deshalb ist die Atmosphäre, so wie sie ist, für mich völlig in Ordnung."

Timo Hoffmann mit seinem Trainer Uwe Schuster