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23.03.2017
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Freitag, 2007-06-22

Hoffmann gegen Ibragimov

Schwergewichts-Fight könnte sich zu einem "Kracher" entwickeln

Der 32-jährige Schwergewichtler Timo Hoffmann, derzeit die Nummer 14 der WBA-Weltrangliste, gehört mehr denn je wieder zu den deutschen Hoffnungsträgern seiner Gewichtsklasse. Nach seinen großartigen Leistungen gegen Cengiz Koc in Mülheim an der Ruhr und Konstantin Onofrei in Rostock bekommt der 2,02 Meter große Schwergewichtler am 23. Juni einen harten Brocken vor die Fäuste. In der Stadthalle Zwickau trifft er auf den Usbeken Timor Ibragimov.

Timo Hoffmann (l.) bezwang im November Cengiz Koc (r.) nach Punkten
Der 32-jährige Cousin des amtierenden WBO-Weltmeisters Sultan Ibragimov gilt als schwerer Prüfstein. Mit 21 Siegen und einem Unentschieden aus 24 Profikämpfen weist der in Taschkent geborene Schwergewichtler eine ansprechende Kampfbilanz aus. Doch nach seinen Niederlagen gegen Calvin Brock und Tony Thompson braucht Ibragimov unbedingt einen Sieg, um nicht den Anschluss an die Top-15 in den Ranglisten der bedeutenden Weltverbände zu verlieren.

Timo Hoffmann besiegte Konstantin Onofrei Anfang März durch K.o.
"Timor Ibragimov stand zuletzt gegen starke Kontrahenten im Ring. Für mich ist das insofern ein guter Vergleich. Ich kann sehen, wo ich leistungsmäßig stehe", sagt Timo Hoffmann über den anstehenden Fight, auf den er sich in Halle an der Saale zwei Monate lang intensiv vorbereitete. "In Zwickau habe ich das Ziel, den Aufwärtstrend der letzten Monate fortzusetzen. Mit weiteren Siegen will ich mich in der Weltspitze etablieren", fährt er fort.

Timo Hoffmann trainiert bei Coach Uwe Schuster in Halle an der Saale
Als eine der Ursachen seines Formanstiegs sieht Hoffmann die Umstellung seiner Vorbereitung bei Coach Uwe Schuster. "Die Trainingseinheiten sind etwas kürzer, dafür aber intensiv. Hohes Tempo und Sicherheit heißt die Devise. So fällt es im Kampf leichter, den Gegner immer wieder unter Druck zu setzen. Auch die Technik wird nicht vernachlässigt. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg", erzählt Timo Hoffmann.

Schwergewichtler Timo Hoffmann präsentierte sich zuletzt in Top-Form
Einen guten Lauf hatte der Deutsche während seiner Profilaufbahn schon häufiger. Davon zeugen die 36 Siege in seiner Bilanz. Doch insgesamt vier Niederlagen warfen ihn zwischenzeitlich zurück. "Natürlich habe ich selbst auch ein paar Fehler gemacht", gesteht der Deutsche ein, "auf der anderen Seite gehören Niederlagen im Profiboxsport einfach dazu. Gerade im Schwergewicht ist es nicht so einfach, sich ohne Rückschläge bis in die Weltspitze vorzukämpfen."

Timo Hoffmann meisterte auch schwerere Zeiten (Fotos: SE)
Entscheidend ist für Hoffmann ein anderer Faktor. "Wichtig ist, dass man sich, auch wenn es mal nicht so gut läuft, wieder aufrappelt. Das zeichnet einen wahren Champion aus", sagt er. Genau dies gilt es am 23. Juni weiter zu unterstreichen. Da in der Stadthalle eine Menge auf dem Spiel steht, könnte sich das Duell gegen Ibragimov zu einem echten "Kracher" entwickeln. "Das Publikum in Zwickau ist sehr fachkundig, ich will auf jeden Fall etwas bieten", kündigt Hoffmann an.