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Dienstag, 2009-03-03

Hernandez trifft auf Steeds

Geburt des Sohnes gibt Hernandez Kraft und Stärke

Noch ein interessanter Fight bei der Boxgala in Neubrandenburg! Denn neben dem Kampf um die Europameisterschaft im Super-Mittelgewicht (Karo Murat vs. Cristian Sanavia) und der IBF International Meisterschaft im Mittelgewicht zwischen Sebastian Sylvester und Gaetano Nespro darf sich das Publikum am 28. Februar auch auf den Einsatz von Cruisergewichtler Yoan Pablo Hernandez freuen. Der 24-Jährige, der zurzeit in der WBC-, WBA- und IBF-Weltrangliste in den Top-15 geführt wird, trifft in einem auf acht Runden angesetzten Ringgefecht auf den Briten Micky Steeds (15 Profikämpfe; 12 Siege).

Yoan Pablo Hernandez steigt im Jahnsportforum Neubrandenburg in den Ring

Hernandez gab im September 2005 sein Profidebüt. Zuvor war er bereits Weltmeister der Junioren und Olympiateilnehmer. Doch im April 2005 fand die Boxkarriere in der legendären Nationalstaffel Kubas ein jähes Ende - nach dem Finale des 33. Chemiepokals in Halle an der Saale packte der damalige Amateurboxer seine Koffer und nutzte in Deutschland die Chance zur Flucht. Als Profiboxer erkämpfte er sich danach zunächst 14 Siege in Folge. Doch dann folgte 2008 - ein Jahr mit Höhen und Tiefen.

Gleich im März kassierte Hernandez in Kiel gegen den früheren WBC-Weltmeister Wayne Braithwaite eine Niederlage. Damit war der Traum von einem WM-Fight erst einmal geplatzt. Doch mit Siegen gegen Stefan Raaff, Santiago De Paula und Michael Simms meldete sich der Kubaner erfolgreich im Ring zurück. Noch einen Rückschlag gab es dann am Ende des letzten Jahres. Denn nachdem der Cruisergewichtler immer wieder Schmerzen im rechten Knie verspürte, musste er sich am 16. Dezember in Berlin einer Meniskusoperation unterziehen.

Yoan Pablo Hernandez will im Jahr 2009 durch gute Leistungen glänzen

Doch nach nur wenigen Tagen kehrte Hernandez wieder ins Training zurück. Denn seit der Geburt seines Sohnes Yoan Junior im Oktober 2008 ist die Motivation, es im Profiboxen ganz nach oben zu bringen, beim Schützling von Trainer Ulli Wegner weiter gestiegen. "Natürlich muss ich für meine Freundin Sally und meinen Sohn Verantwortung übernehmen. Doch unter Druck setzt mich das nicht. Im Gegenteil: Die Geburt von Yoan Junior hat mir noch mehr Kraft und Stärke gegeben. Wenn es ihm gut geht, fühle ich mich auch gut."

In diesem Jahr will Hernandez deshalb zeigen, dass mit ihm zu rechnen ist. "Ich muss meine Leistung bringen. Ob ich dann die Chance bekomme, nach einem Titel zu greifen, entscheidet der Manager. Doch seitdem ich vor vier Jahren nach Deutschland kam, hat sich eine Menge bei mir verändert. Ich habe viel gelernt. Im Vergleich zu Kuba ist das hier eine ganz andere Welt. Es ist nicht so einfach, richtige Freunde zu finden. Deshalb ist mir meine Familie auch so wichtig. Auf sie kann ich mich verlassen. Das lässt mich positiv in die Zukunft schauen", sagt er.

Yoan Pablo Hernandez bezwang zuletzt Michael Simms (Fotos: SE)

Dass der 25-jährige Londoner Micky Steeds zum Stolperstein wird, davon geht Hernandez nicht aus. "Er hat mit 12 Siegen aus 15 Profikämpfen eine gute Bilanz. Deshalb darf ich ihn nicht unterschätzen. Doch obwohl ich zu Beginn der Vorbereitung aufgrund der Meniskusoperation nicht so viele Läufe absolvieren konnte, verlief alles andere sehr ordentlich. Die Sparrings waren gut, so dass ich mich fit fühle und optimistisch für den Kampf am 28. Februar bin. Alles andere muss sich im Ring zeigen", blickt Hernandez voraus.