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Montag, 2007-07-16

Hamburg: Krasniqi scheitert

Der 36-jährige Luan Krasniqi ist bei dem Versuch, sich das Pflichtherausforderungsrecht auf einen WM-Kampf bei der WBO (World Boxing Organization) zu sichern, gescheitert. Der in Rottweil lebende Schwergewichtler unterlag vor 7.000 Zuschauern in der Hamburger Color Line Arena dem Amerikaner Tony Thompson durch technischen K.o. in der fünften Runde.

Luan Krasniqi war gegen Tony Thompson chancenlos (Foto: SE)
Der von Torsten Schmitz trainierte Schwergewichtler gestaltete das Aufeinandertreffen lediglich in der ersten Runde einigermaßen ausgeglichen. Zwar übte sein in der Rechtsauslage boxender Kontrahent mit der Führhand Druck aus, doch Krasniqi hielt zeitweise mit seiner rechten Schlaghand und Angriffen an den Seilen dagegen.
Ab dem zweiten Durchgang dominierte fast ausschließlich Thompson. Der mit der größeren Reichweite ausgestattete Amerikaner drängte seinen Gegner immer wieder in die Ecke des Rings und an die Seile zurück, um dort mit seinen Hakenserien zum Erfolg zu kommen. Dabei schlug vor allem mehrfach die Linke am Kopf des Gegners ein.
Luan Krasniqi zeigte zwar Nehmerqualitäten, doch er agierte insgesamt viel zu passiv. Thompson wurde in seinen Aktionen immer variabler und sicherer. In der vierten Runde kam er neben zahlreichen Händen zum Kopf auch mehrmals mit harten Treffern zum Körper des Konkurrenten durch.
In der Pause zum fünften Durchgang forderte Ringrichter Mark Nelson Luan Krasniqi auf, er dürfe nicht so passiv sein. Doch der Ermahnung des Referees ließ der frühere Europameister im Schwergewicht keine Taten folgen. Nachdem er erneut zahlreiche Treffer kassiert hatte, brach der Ringrichter den inzwischen einseitigen Kampf ab.
Nach zwei Minuten und 39 Sekunden der fünften Runde war damit die technische K.o.-Niederlage für Krasniqi besiegelt. "Es tut mir unheimlich leid für die Zuschauer. Sie haben einen anderen Kampf erwartet. Ich habe nicht hineingefunden, es war einfach nicht mein Tag", sagte er enttäuscht nach dem Fight.
Sein Gegner Tony Thompson freute sich über den klaren Erfolg in der Color Line Arena. "Mein Team und ich hatten eine tolle Strategie. Alle haben einen guten Job gemacht. Ich habe meinen Plan genau durchgezogen, es war perfekt. Der Schlüssel war mein Selbstvertrauen", erklärte der Amerikaner nach dem Kampfende.