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Donnerstag, 2003-12-11

Halmich und Trabi siegen

Regina Halmich und Michel Trabant verteidigen glücklich ihre Titel

Am Samstagabend verteidigte Michel Trabant seinen Europameisterschaftstitel vor heimischem Publikum im Estrel Convention Center in Berlin durch technischen K.o. in der fünften Runde. Bei seiner Titelverteidigung im Weltergewicht hatte der Berliner vor etwa 2.300 Zuschauern zunächst mehr Probleme als erwartet. Sein Herausforderer József Matolcsi schien auf den Punkt fit zu sein und verursachte bereits in der ersten Runde einen Cut am linken Auge des Lokalmatadors. Die Taktik des Ungarn war es immer wieder durch Körpertreffer die Deckung von Trabant nach unten zu ziehen, um ihn dann mit seinem linken Aufwärtshaken zu treffen.
In der dritten Runde erlitt Michel Trabant einen weiteren Cut neben seinem rechten Auge. Dieser entstand durch einen nicht geahndeten Kopfstoß des Weltergewichtlers aus Debrecen. Nachdem Matolcsi auch im folgenden Durchgang der aktivere Boxer war, drehte der Schützling von Trainer Torsten Schmitz in der fünften Runde auf. Der 24-jährige Trabant versuchte jetzt mit Körpertreffern zum Ziel zu kommen. Nach einem schweren Leberhaken durch den Berliner gegen seinen Herausforderer in der fünften Runde brach Ringrichter Paul Thomas aus Großbritannien den Kampf zu Gunsten des Europameisters ab. Der Herausforderer beanstandete einen Tiefschlag, doch der Titelverteidiger sagte nach dem Kampf: "Der Schlag war ganz sicher nicht zu tief, sondern auf die Leber. Dies hat er auch gemerkt."
Recht glücklich war der Sieg im Kampf um die WIBF-Weltmeisterschaft im Jr. Fliegengewicht von Regina Halmich. Die "Neu-Berlinerin" siegte nach zehn harten Runden knapp nach Punkten. Die Punktrichter Bob Logist, Humbert Furgoni und Werner Kasimir werteten das ausgeglichene Aufeinandertreffen mit 96:94, 95:95 und 96:94 Punkten insgesamt für die 25-jährige Titelverteidigerin. Ihre Kontrahenten aus Las Vegas hatte im Laufe des Kampfes sehr variabel agiert und immer wieder trotz hängender Deckung Akzente mit ihrem Punch gesetzt. Halmich fiel es sehr schwer, die von James Pena trainierte Amerikanerin Yvonne Caples zu stellen. Ihre stärkste Aktion zeigte die deutsche Boxerin in der neunten Runde. Zuerst brachte Sie eine ausgezeichnete Linke ins Ziel, um dann einen schweren Treffer mit einem rechten Cross über die Deckung ihrer Gegnerin zu landen.
Darüber hinaus gab es in Berlin noch weitere Kämpfe. Ilian Ares tat sich in seinem Profidebüt schwer und besiegte im Leichtgewicht seinen Kontrahenten Abdelilah Benabbou nach Punkten. Der Ukrainer Andreas Kotelnik gewann in einem Halb-Weltergewichtskampf gegen Patrik Prokopecz durch technischen K.o. in der dritten Runde. Keine Chance ließ der Super-Mittelgewichtler Mario Veit seinem Gegner Juraj Ondrieko aus der Slowakei und war durch technischen K.o. in der ersten Runde erfolgreich. Halbschwergewichtler Zsolt Erdei aus Ungarn erlangte gegen Roberto Coelho aus Brasilien einen klaren, einstimmigen Punktsieg.
Schwergewichtler Juan Carlos Gomez beendete seinen Fight mit einem technischen K.o.-Sieg in Runde zwei. Nach 2 Minuten und 57 Sekunden warf die Ecke seines Kontrahenten nach mehreren Niederschlägen das Handtuch. Sehr viel Mühe in seinem ersten Profikampf hatte auch Weltergewichtler Steven Küchler aus Halle, der mit Fritz Sdunek in der Ringecke einen einstimmigen Punktsieg gegen Stano Vagasky erreichte. Kaum gefordert wurde Bert Schenk im Mittelgewicht von dem Franzosen Alban Girouard und siegte durch K.o. in der dritten Runde. Der Schwergewichtler Alexander Dimitrenko benötigte trotz seiner starken Linken die kompletten vier Runden zu seinem ungefährdeten Punkterfolg gegen den Amerikaner Jimmy Lester.