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Sonntag, 2003-01-19

Halmich gegen Loritz

Interessante Kampfpaarungen bei den Frauen

Am heutigen Samstag kommt es in der Essener Grugahalle zu einem besonderen Zusammentreffen hochklassiger Faustkämpferinnen aus Deutschland. In einer Art Turnier soll dabei zwischen den Weltmeisterinnen Regina Halmich, Nadja Loritz, Daisy Lang und Silke Weickenmeier die beste deutsche Boxerin ermittelt werden. Dabei werden heute zunächst einmal zwei Halbfinalpaarungen ausgetragen. Die jeweiligen Siegerinnen sollen sich dann zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr gegenüberstehen und die absolute Nummer eins unter den Profiathletinnen ausboxen.
Dabei stehen sich im Kampf um den vakanten Titel der WIBF im Fliegengewicht die 26-jährige WIBF-Weltmeisterin im Jr. Fliegengewicht, Regina Halmich, und die 34-jährige GBU Weltmeisterin im Jr. Fliegengewicht, Nadja Loritz, gegenüber. Halmich, die 50 Kilogramm beim offiziellen Wiegen auf die Waage brachte, dürfe vielleicht mit der Erfahrung aus über 40 Kämpfen, bei denen sie den Ring nur einmal nicht als Siegerin verließ, leicht favorisiert in den Ring steigen. "Ich werde im Ring die passende Antwort geben und ihr den Mund stopfen", heizte die in Karlsruhe geborene Athletin die Stimmung vor dem Aufeinandertreffen gegen Loritz noch einmal an.
Diese hingegen erreichte bisher 17 Siege und drei Unentschieden in ihren Ringgefechten. Für den Kampf gegen die in Deutschland sehr populäre Regina Halmich hat sich die Koblenzerin, die gestern 49 Kilogramm auf die Waage brachte, jedoch sehr viel vorgenommen. "Der schönste und klarste Sieg ist natürlich der K.o.-Sieg. Aber ich bin in allen meinen Kämpfen auf die volle Rundenzahl vorbereitet angetreten und werde das auch diesmal so handhaben", äußerte sich die Athletin im Vorfeld des Fights.
Im Fight um die vakante GBU-Weltmeisterschaft im Jr. Federgewicht treten in Essen die Düsseldorferin Daisy Lang und ihre Kontrahentin aus Speyer, Silke Weickenmeier, gegeneinander an. Beide Athletinnen brachten beim Wiegen vor dem Kampf 55 Kilogramm auf die Waage. Lang, die im bulgarischen Sofia geboren wurde, erreichte bisher in 17 Kämpfen 16 Siege und musste eine Niederlage hinnehmen. Derzeit hält sie die Titel der GBU im Bantamgewicht sowie die WIBF-Krone im Jr. Bantamgewicht. Vor dem Aufeinandertreffen tönte die 30-Jährige: "Die [Silke Weickenmeier; Anm. der Redaktion] will sich doch nur über meinen Namen profilieren. Kann gut sein, dass ihr erster Kampf gegen mich auch ihr letzter sein wird."
Davon ließ sich die WIBF-Titelträgerin im Federgewicht allerdings nicht einschüchtern. Auch die 23-Jährige glaubt an ihre Chance. Schließlich konnte die von ihrem Vater Siggi Weickenmeier trainierte Boxerin auch in der Vergangenheit schon zahlreiche Erfolge feiern. Darüber hinaus dürfte ihr ein Sieg große Anerkennung in der breiten Öffentlichkeit einbringen.
Neben den WM-Kämpfen bei den Damen gibt es in der Grugahalle die Titelkämpfe von Artur Grigorian und Michel Trabant. Der WBO-Weltmeister im Leichtgewicht Grigorian trifft auf den in bisher 24 Profikämpfen ungeschlagenen Matt Zegan aus Polen. Der Usbeke könnte bei einem Erfolg seinen 36. Sieg im Profilager feiern. Der Europameister im Weltergewicht, Michel Trabant, bekommt es bei seiner Titelverteidigung mit Frederic Klose aus Frankreich zu tun. Der 24-jährige Berliner könnte sich mit einem Sieg erneut für einen WM-Kampf empfehlen. Sein 32-jähriger Widersacher erreichte in seiner bisherigen Laufbahn 31 Siege und drei Niederlagen und sprang kurzfristig für den Polen Jacek Bielski ein, der den EM-Kampf wegen einer Verletzung absagen musste.