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Montag, 2009-08-31

Halle - der große Bericht

Marco Huck, der neue WBO-Weltmeister im Cruisergewicht (Fotos: SE)

Insgesamt acht Kampfpaarungen im Gerry Weber Stadion in Halle (Westfalen)

Großartiger Boxabend in Halle (Westfalen)! 4.600 Zuschauer wollten dabei sein, als Marco "Käpt´n" Huck gegen Victor Emilio Ramirez nach dem WBO-Gürtel griff. Der in Bielefeld aufgewachsene Cruisergewichtler belohnte das Publikum mit einem spannenden Fight und einem einstimmigen Punktsieg, der ihm den WM-Titel bescherte. Ebenfalls im Gerry Weber Stadion erfolgreich: Karo Murat. Der frühere Europameister im Super-Mittelgewicht sicherte sich mit einem klaren Punktsieg gegen Sergey Demchenko die zuvor vakante WBO-Intercontinental Meisterschaft im Halbschwergewicht. Darüber hinaus standen noch sechs weitere Kampfpaarungen auf dem Programm... 

1. Kampf: Dirk Mandelartz vs. Lukas Schulz

 

Der Hamburger Lukas Schulz (l.) hinterließ bei seinem Profidebüt gleich einen glänzenden Eindruck. Der Schützling von Trainer Karsten Röwer dominierte das Geschehen im Ring gegen den 30-jährigen Dirk Mandelartz (Aachen) von der ersten Sekunde an und brachte noch im Eröffnungsdurchgang zahlreiche Kopf- und Körpertreffer ins Ziel. Nachdem der 28-Jährige, der im letzten Jahr bei den Amateuren Deutscher Meister im Schwergewicht geworden war, auch zu Beginn der zweiten Runde deutlich dominiert und zahlreiche Schlagkombinationen ins Ziel gebracht hatte, griff Ringrichter Ingo Barrabas ein und brach den inzwischen einseitigen Cruisergewichtsfight nach 43 Sekunden des Durchgangs ab. Damit war der erste Sieg für Schulz im ersten Profikampf perfekt. 

Offizielles Urteil: Sieger Schulz durch technischen K.o. in der zweiten Runde

 

2. Kampf: Alex Mogylewski vs. Geoffrey Battelo

 

Nächster Erfolg für den früheren EM-Herausforderer Geoffrey Battelo (r.). Der Cruisergewichtler aus Belgien setzte sich im Gerry Weber Stadion in einem äußerst spektakulären Kampf mit einem technischen K.o.-Sieg in der achten Runde gegen Alex Mogylewski durch. Da die Kontrahenten im Deckungsverhalten äußerst fahrlässig agierten, verbuchten beide zahlreichte harte Treffer für sich. Es entwickelte sich somit ein offener Schlagabtausch, bei dem der 29-jährige Battelo in der sechsten Runde einen Niederschlag hinnehmen musste. Doch der Belgier erholte sich wieder und teilte in der Folge kräftig aus. Nach einer Links-Rechts-Kombination ging der 24-jährige Mogylewski schließlich auch zu Boden, so dass Battelo den Kampf 23 Sekunden vor dem Ende der achten und letzten Runde doch noch zu seinen Gunsten entschied. 

Offizielles Urteil: Sieger Battelo durch technischen K.o. in der achten Runde

 

3. Kampf: Giovanni Architravo vs. Marcos Nader

 

Der Österreicher Marcos Nader (r.) verbucht den dritten Erfolg im dritten Profikampf für sich. Gegen den zuvor in sieben Kämpfen als Profi ungeschlagenen Italiener Giovanni Architravo setzte sich der 19-jährige Mittelgewichtler über vier Runden einstimmig nach Punkten durch. Gegen seinen 23-jährigen Konkurrenten dominierte Nader das Geschehen im Ring über weite Strecken deutlich und überzeugte einmal mehr durch seine technischen Fertigkeiten. Das stimmte auch seinen Coach Otto Ramin zufrieden. "Marcos hat sich seit seinem Profidebüt schon deutlich gesteigert. Mit welchem Selbstbewusstsein er den Kampf gestaltet hat, gefiel mir", so sein Trainer. Das sahen auch die Punktrichter so. Alle drei werteten mit 40:36 für den Wiener.

Offizielles Urteil: Sieger Nader (einstimmig) nach Punkten

 

4. Kampf: Serdar Uysal vs. Robert Helenius

 

Robert Helenius (r.) bleibt weiter ungeschlagen. Der Schwergewichtler mit finnischem und schwedischem Pass dominierte in dem auf acht Runden angesetzten Fight gegen Serdar Uysal von Beginn an mit seiner Führhand. Darüber hinaus glänzte der 25-Jährige mit Körpertreffern. Dennoch waren dem Schwergewichtler, dessen Verlobte Sandra in etwa einem Monat das zweite gemeinsame Baby erwartet, die daraus resultierenden Belastungen durchaus anzumerken. Zwar dominierte er gegen den 38-jährigen Uysal deutlich, doch eine Steigerung zum letzten Kampf gab es bei Helenius nicht. Mit einem harten rechten Haken zum Körper entschied er das Aufeinandertreffen dennoch vorzeitig für sich. Ringrichter Ingo Barrabas zählte Uysal nach zwei Minuten und 37 Sekunden der sechsten Runde aus.  

Offizielles Urteil: Sieger Helenius durch K.o. in der sechsten Runde

 

5. Kampf: Salvatore Annunziata vs. Dominik Britsch

 

Der IBF-Junioren-Weltmeister im Mittelgewicht Dominik Britsch (l.) setzt seine Siegesserie fort. Am Samstag bezwang er den Italiener Salvatore Annunziata einstimmig nach Punkten (80:73, 78:74 und 78:74). Obwohl bei dem Aufeinandertreffen kein Titel zur Disposition stand, verlief der Fight durchaus abwechslungsreich. Der in Neapel lebende Annunziata, der in der Rechtsauslage agierte, ging von der ersten Sekunde an sehr offensiv und mit hoher Schlagfrequenz zu Werke, so dass sein Kontrahent ständig auf der Hut sein musste. Meistens verpufften die Angriffe des 26-Jährigen allerdings auf der sicheren Deckung von Britsch. Der wiederum war zwar nicht so aktiv, dafür allerdings mit seiner Führhand und Links-Rechts-Kombinationen von Anfang an sehr effektiv. In der achten Runde krönte Britsch seine Leistung mit mehreren rechten Geraden zum Kopf des Gegners, so dass er schließlich deutlich auf den Punktzetteln vorne lag. 

Offizielles Urteil: Sieger Britsch (einstimmig) nach Punkten

 

6. Kampf: Gbenga Oloukun vs. Lamon Brewster

 

Für einen echten Paukenschlag sorgte in Halle (Westfalen) der Nigerianer Gbenga Oloukun (l.). Gegen den früheren WBO-Weltmeister und einstigen Wladimir Klitschko-Bezwinger Lamon Brewster setzte sich der in Deutschland lebende Schwergewichtler einstimmig nach Punkten (79:76, 77:75 und 77:75) durch. Von Beginn an wirkte der Schützling von Trainer Steven Küchler dabei aktiver. Mit seiner Führhand und einem rechten Aufwärtshaken sorgte er für erste Treffer. Erst in der dritten Runde kam Brewster auf und brachte eine harte Rechte ins Ziel. Doch dem Amerikaner gelang es nicht häufig genug, die Distanz zu seinem an Reichweite überlegenen Kontrahenten zu überbrücken. So baute Oloukun seine unerwartete Punktführung weiter aus. Im achten Durchgang erhöhte Lamon Brewster zwar mit seinen linken Haken zum Kopf und auf den Körper noch einmal den Druck. Doch sein Konkurrent gab den Vorsprung nicht mehr aus den Händen und lag am Ende verdient auf den Wertungszetteln der Punktrichter vorne.

Offizielles Urteil: Sieger Oloukun (einstimmig) nach Punkten